Gold hält sich über $4.100, da Händler Inflationsdaten und Fed-Ausblick erwarten

Gold hält sich über $4.100, da Händler Inflationsdaten und Fed-Ausblick erwarten
Goldpreis hält sich in der Nähe von $4.100, da die Anleger die US-Inflationsdaten und die Signale der Fed abwarten

Der Goldpreis gab am Mittwoch leicht nach und bewegte sich in der Nähe der Marke von 4.106 $, nachdem er zuvor im europäischen Handel kurzzeitig die Marke von 4.150 $ erreicht hatte. Der Rückgang spiegelte einen Balanceakt zwischen den Erwartungen einer Zinssenkung der Federal Reserve in der nächsten Woche und den nachlassenden Handelsspannungen zwischen den USA und China wider, die die Nachfrage nach sicheren Häfen dämpften.

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Höhepunkte

- Gold wird um die 4.100 $-Marke gehandelt, da die Wetten auf eine Zinssenkung der Fed die nachlassenden Handelsrisiken ausgleichen.

- Die Anleger warten auf die CPI-Daten aus den USA, um Hinweise auf den politischen Kurs der Fed zu erhalten.

- Unterstützung wird bei 4.000 $ gesehen, Widerstand bei 4.380 $.

Trotz des Rückgangs bleibt das Metall in der Nähe von Rekordhochs, was darauf hindeutet, dass die zugrundeliegende zinsbullische Stimmung weiterhin intakt ist.

Technisches Setup deutet auf kurzfristige Konsolidierung hin

Auf den Charts hat sich Gold von seinem jüngsten Höchststand bei 4.380 $ zurückgezogen, wo der parabolische SAR eine vorübergehende Übertreibung signalisierte. Das Metall konsolidiert sich um die Marke von 4.106 $, wobei der Supertrend-Indikator eine zinsbullische Tendenz anzeigt, solange die Preise über 4.027 $ bleiben. Der unmittelbare Widerstandsbereich liegt nach wie vor bei 4.380 $, während sich bei 4.000 $ eine erste Unterstützung bildet - ein wichtiges psychologisches und technisches Niveau, das mit der vorherigen Ausbruchsregion verbunden ist. Eine tiefere Korrektur könnte den Goldpreis in Richtung 3.435 $, dem oberen Rand seiner Sommerkonsolidierungsphase, ziehen, aber eine solche Bewegung würde einen deutlichen Verlust des Momentums voraussetzen.

Dynamik des Goldpreises (Quelle: TradingView)

Der übergeordnete Aufwärtstrend ist nach wie vor fest etabliert, nachdem der Goldpreis Ende September aus seiner mehrmonatigen Spanne zwischen 3.400 $ und 3.600 $ ausgebrochen ist. Dieser Ausbruch markierte eine Verschiebung der Anlegerpositionierung, da die Erwartung einer geldpolitischen Lockerung in den USA und erhöhte geopolitische Risiken eine Welle der Nachfrage nach Absicherungsanlagen auslösten. Die Rallye hat Gold seitdem auf Rekordhöhen getrieben und es zu einem der Vermögenswerte mit der besten Wertentwicklung im Jahr 2025 gemacht.

Makrokatalysatoren bestimmen die Stimmung

Die Märkte haben eine Zinssenkung um 25 Basispunkte auf der Fed-Sitzung nächste Woche fast vollständig eingepreist, wobei eine weitere Senkung bis Dezember erwartet wird. Niedrigere Zinssätze begünstigen in der Regel nicht renditeträchtige Anlagen wie Gold, da sie die Opportunitätskosten für das Halten dieser Anlagen senken. In der Zwischenzeit hat der anhaltende Stillstand der US-Regierung die Märkte verunsichert und die Attraktivität des Goldes als sicherer Hafen erhöht.

Gleichzeitig hat das Tauwetter in den Handelsbeziehungen zwischen den USA und China die Aufwärtsdynamik begrenzt. Beamte beider Seiten bemühen sich um eine Einigung vor Ablauf der Zollfrist am 1. November, wobei Präsident Trump Flexibilität signalisiert hat, nachdem er zuvor mit 100%igen Zöllen gedroht hatte. Eine verbesserte Handelsstimmung könnte den Goldpreis belasten, wenn die Risikobereitschaft zunimmt, insbesondere wenn sie mit höheren US-Inflationswerten einhergeht.

Der nächste wichtige Test steht am Freitag mit dem Bericht über den Verbraucherpreisindex in den USA für September an, der voraussichtlich eine Gesamt- und Kerninflation von 3,1 % im Jahresvergleich ausweisen wird. Ein stärkerer Bericht könnte den Dollar steigen lassen und kurzfristige Goldverkäufe auslösen, während ein schwächeres Ergebnis die dovishe Haltung der Fed bekräftigen und das Kaufmomentum in Richtung 4.380 $ und möglicherweise 4.500 $ wiederbeleben würde.

Ausblick

Wie bereits in früheren Analysen beschrieben, bleibt die längerfristige Struktur des Goldpreises trotz der kurzfristigen Konsolidierung bullisch. Die Spanne von 4.000 $ bis 4.027 $ dient nun als wichtige Untergrenze für Käufer, während der Widerstand zwischen 4.375 $ und 4.400 $ die Obergrenze für den nächsten Ausbruchsversuch definiert.

Solange der Preis nicht entscheidend unter die 4.000 $-Marke bricht, dürften Korrekturen als Pausen innerhalb eines breiteren Aufwärtstrends betrachtet werden, der durch die Erwartungen einer zurückhaltenden Politik und die anhaltende geopolitische Unsicherheit angeheizt wird.

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