Nikkei 225 fällt um 2,5%, da Tech-Aktien aufgrund von KI-Bewertungsängsten die 50.000er-Marke durchbrechen
Der Nikkei 225 fiel um 2,5 % und schloss bei 50.212 Punkten. Dies war der stärkste Rückgang an einem Tag seit Wochen, da Händler im gesamten japanischen Technologiesektor Gewinne mitnahmen. Der Index rutschte unter die wichtige Marke von 50.000 Punkten und durchbrach damit seinen kurzfristigen Aufwärtskanal, was darauf hindeutet, dass die kräftige Rallye an Schwung verlieren könnte.
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Höhepunkte
- Der Nikkei 225 fällt um 2,5 % auf 50.212, womit er zum ersten Mal seit Wochen die 50.000er-Schwelle unterschreitet.
- SoftBank stürzt um 10 % ab, während die wichtigsten Chip-Hersteller zwischen 4 und 8 % fallen.
- Die Angst vor der Bewertung von künstlicher Intelligenz und die verzögerten Zinssenkungen in den USA sorgen in ganz Asien für Risikoaversion.
Der Rückgang spiegelt die wachsende Skepsis gegenüber überzogenen KI-bezogenen Bewertungen und die Unruhe über den Zeitpunkt der Zinssenkung durch die Federal Reserve wider. Nach wochenlangen Kursgewinnen scheinen die Händler ihr Engagement bei hoch bewerteten Wachstumswerten, die Japans Rekordlauf angetrieben hatten, zu reduzieren.
Verluste im Technologiesektor wirken sich auf den Markt aus
SoftBank Group führte den Einbruch an und stürzte um 10 % ab, da Anleger ihre Positionen in KI-lastigen Portfolios verringerten. Die Halbleiter- und Ausrüstungshersteller Advantest, Lasertec, Fujikura, Tokyo Electron und Disco Corp fielen zwischen 4 % und 8 % und büßten damit einen Teil ihres jüngsten Schwungs ein. Außerhalb des Technologiesektors gab Toyota aufgrund schwächerer Gewinnprognosen um 3,7 % nach, während Nintendo aufgrund starker Erwartungen für seine Switch 2-Konsole der nächsten Generation um 6,2 % zulegte.
Die Kursschwankungen markieren eine Pause in Japans Aktienmarkt nach der Pandemie, in der die spekulative Begeisterung für künstliche Intelligenz die Stimmung dominiert hat. Da die Wall Street vor überzogenen Bewertungen und einer weltweit knapperen Liquidität warnte, sah sich der japanische Technologiesektor mit synchronen Verkäufen konfrontiert, die sich auf den gesamten Markt ausbreiteten.
Chart signalisiert kurzfristige Erschöpfung
Aus technischer Sicht bewegte sich der Nikkei 225 seit Mitte September innerhalb eines steilen Aufwärtskanals. Der Durchbruch am Mittwoch drückte den Kurs sowohl unter die Unterstützung des Intraday-Kanals als auch unter den parabolischen SAR, was eine Verschiebung des Momentums in Richtung Verkäufer bestätigte.

Kursdynamik des Nikkei 225 Index (Quelle: TradingView)
Die nächste kritische Unterstützung liegt bei 49.300 und entspricht dem exponentiellen gleitenden 20-Tage-Durchschnitt (EMA). Ein Schlusskurs unter diesem Niveau setzt die breitere Trendlinie bei 48.000 frei, die die Rallye seit April verankert hat. Ein tieferes Abrutschen könnte 46.800 erreichen, wo der 50-Tage-EMA auf horizontale Nachfrage trifft.
Trotz der Korrektur bleibt das langfristige Bild positiv. Die 100-Tage- und 200-Tage-EMAs steigen weiter an, was darauf hindeutet, dass die institutionelle Nachfrage weiterhin intakt ist und der Pullback eher eine Konsolidierungsphase als eine strukturelle Umkehr darstellen könnte.
Was kommt als Nächstes auf die Anleger zu
Wenn die Käufer den Bereich zwischen 49.000 und 48.000 Punkten verteidigen, könnte sich der Index stabilisieren und in Richtung 50.600 Punkte erholen, was auf eine erneute Aufwärtsbewegung hindeuten würde. Die anhaltende Schwäche bei globalen Chip- und AI-Werten könnte jedoch die Volatilität bis November verlängern, insbesondere wenn die US-Renditen steigen oder der Yen stärker wird.
Das Hauptaugenmerk liegt nun auf der Kommunikation der Bank of Japan und den anstehenden Revisionen der Unternehmensgewinne, die darüber entscheiden könnten, ob der Markt diesen Rückgang als einen kurzen Rücksetzer oder eine Verschiebung des Zyklusmomentums betrachtet.
Zuvor hatten wir darauf hingewiesen, dass der Nikkei 225 nach seiner rasanten Kursrallye Gefahr läuft, sich zu überhitzen, da der Enthusiasmus der Anleger die Bewertungen übersteigt. Diese Ansicht hat sich nun bewahrheitet, da der Index eine natürliche Korrektur durchläuft. Die Schlüsselfrage ist, ob die Käufer in der Nähe der Trendlinienunterstützung wieder einsteigen oder zulassen, dass sich der Pullback in Richtung 48.000 vertieft.
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