Nikkei 225 steigt an, da Käufer wichtige Unterstützung verteidigen, während Tech-Ströme gemischt bleiben

Nikkei 225 steigt an, da Käufer wichtige Unterstützung verteidigen, während Tech-Ströme gemischt bleiben
Nikkei 225 stabilisiert sich in der Nähe von 48.600 Punkten, da die Käufer die wichtige Trendlinienunterstützung verteidigen.

Der Nikkei 225 schloss am Dienstag geringfügig höher bei 48.659 Punkten und stieg um 0,07 Prozent, als der Handel nach den japanischen Feiertagen wieder aufgenommen wurde. Die frühe Stärke folgte auf Gewinne bei den US-Tech-Aktien, wo der Optimismus rund um künstliche Intelligenz die globale Stimmung anhob.

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Höhepunkte

- Nikkei hält sich über 48.600 Punkten, da die Trendlinie den Index stabilisiert.

- Tech-Optimismus aus den USA hebt frühe Stimmung, bevor Rotation Gewinne begrenzt.

- Die Schwäche von SoftBank und Disco gleicht die Stärke von Advantest, Tokyo Electron und Eisai aus.

Tokio eröffnete fest, aber sektorale Rotationen und starke Bewegungen bei einzelnen Aktien sorgten für einen uneinheitlichen Verlauf, so dass der Index in der Nähe einer wichtigen technischen Unterstützungszone verankert blieb, anstatt weiter zu steigen. Eisai legte zu, nachdem sein Alzheimer-Partner Novo Nordisk bekannt gegeben hatte, dass Semaglutid den kognitiven Verfall nicht verlangsamt hatte, was die Erwartungen für eine breitere Einführung von Leqembi erhöhte. Zuwächse bei Advantest und Tokyo Electron stützten den Index zu Beginn des Tages, während steile Rückgänge bei SoftBank Group und Disco Corp das Momentum belasteten und den breiteren Anstieg dämpften.

Technische Unterstützung hält, während der Nikkei seinen steigenden Kanal erneut testet

Auf dem Tages-Chart befindet sich der Nikkei 225 an einem entscheidenden Punkt. Der Index ist von seinem Höchststand im November bei 53.000 zurückgegangen und befindet sich nun direkt über der unteren Begrenzung des Aufwärtskanals, der den Aufwärtstrend seit April bestimmt hat. In den letzten Sitzungen traten zweimal Käufer in der Nähe dieses Niveaus auf den Plan, um die Struktur zu verteidigen und zu signalisieren, dass der Trend noch intakt ist.

Kursdynamik des Nikkei 225-Index (Quelle: TradingView)

Der 20-Tage-EMA bei 49.616 bildet weiterhin die kurzfristige Obergrenze. Der Index hat in sechs aufeinanderfolgenden Sitzungen unter diesem Wert geschlossen, was darauf hindeutet, dass die Verkäufer kurzfristig die Kontrolle behalten. Der 50-Tage-EMA bei 48.053 wurde am Dienstag erneut getestet und bleibt die wichtigste Unterstützung, die den allgemeinen Trend konstruktiv hält. Ein Durchbruch unter diese Marke würde die nächste strukturelle Ebene in der Nähe des 100-Tage-EMA bei 45.539 freilegen, der während des gesamten Jahres 2024 zuverlässig tiefere Rückschläge abgefangen hat.

Das Momentum bleibt neutral. Der RSI liegt bei 45, ist also weder überverkauft noch zinsbullisch, und die sich abflachende Neigung deutet darauf hin, dass der Markt auf einen Katalysator wartet. Ein sauberer Rebound aus der Region 48.000-48.200 würde den RSI wahrscheinlich nach oben treiben, ein Durchbruch würde jedoch den Übergang zu einer längeren Abkühlungsphase bestätigen.

Der obere Kanal bleibt der entscheidende Widerstand. Der Nikkei scheiterte im November dreimal an der oberen Begrenzung und bildete eine Reihe von niedrigeren Höchstständen, die darauf hindeuten, dass die Käufer nicht mehr auf der Jagd nach Stärke auf gestreckten Niveaus sind. Ohne einen anhaltenden Schlusskurs über dem 20-Tage-EMA könnten die Aufwärtsversuche weiter abebben.

Makroökonomischer Hintergrund mischt Fed-Erwartungen mit inländischer Rotation

Das globale Umfeld bleibt vorsichtig unterstützend. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die US-Notenbank im Dezember ist auf 70 Prozent gestiegen, nachdem sich wichtige Beamte, darunter der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, zurückhaltend geäußert hatten. Ein schwächerer US-Dollar und sinkende Treasury-Renditen haben die Risikobereitschaft in Asien aufrecht erhalten.

Der japanische Technologiesektor steht weiterhin unter dem Einfluss der weltweiten Halbleiterdynamik, obwohl einzelne Namen weiterhin volatil sind. Die Talfahrt von SoftBank belastete den Index am Dienstag stark und glich die Gewinne bei Chip-bezogenen Namen aus. Unternehmensbezogene Katalysatoren trugen zu den Querströmungen bei, wobei die Erholung von Eisai dazu beitrug, die Verluste anderer Schwergewichte auszugleichen.

Händler beobachten nun die anstehenden US-Daten - Einzelhandelsumsätze, PPI und Anträge auf Arbeitslosenunterstützung - da diese die globalen Aktienströme lenken und darüber entscheiden könnten, ob der Nikkei die 49.600er-Region zurückerobern kann oder ob der Preis in Richtung tieferer Unterstützungszonen zurückfällt.Für den Moment hängt der kurzfristige Weg von der 48.000-48.200er-Bande ab. Ein Schlusskurs oberhalb des 20-Tage-EMA würde den Weg in Richtung 50.000 und 51.500 eröffnen. Wird die Unterstützung nicht gehalten, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines Rückgangs in Richtung 46.500 und dann möglicherweise in Richtung des 100-Tage-EMA, falls sich der Verkaufsdruck verstärkt.

In früheren Diskussionen haben wir darauf hingewiesen, dass das Ausbruchspotenzial des Nikkei stark davon abhängt, dass die Käufer den steigenden Kanal verteidigen und die kurzfristigen gleitenden Durchschnitte zurückerobern. Der Index hat den Boden des Kanals wie erwartet gehalten, aber ohne einen Schlusskurs über 49.600 bleibt die Überzeugung nach oben begrenzt. Die Dienstagssitzung verstärkt dieselbe Dynamik: Die Unterstützung hält, aber das Momentum muss sich noch drehen.

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