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Gender-Ungleichheit bleibt auf dem deutschen Arbeitsmarkt ein bedeutendes Thema.
Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, hebt hervor, dass der ''Gender Pay Gap'' in Deutschland bei rund 18 Prozent liegt und damit zu den höchsten in Europa zählt. Zudem sind nur etwa 29 Prozent der Führungspositionen weiblich besetzt. Fratzscher betont, dass Frauen nicht nur seltener befördert werden und schlechter bezahlt sind, sondern auch häufiger in als ''systemrelevant'' eingestufte Berufe gedrängt werden, die aber weiterhin ''unterbewertet'' bleiben. Diese strukturelle Diskriminierung verursache erhebliche gesellschaftliche und wirtschaftliche Kosten.
Vor dem Hintergrund dieser anhaltenden Herausforderungen verweist Fratzscher auf die Notwendigkeit wirtschaftlicher Reformen, um langfristiges Wachstum und soziale Gerechtigkeit zu fördern—eine Forderung, die bereits in seiner Einschätzung eines moderaten Wirtschaftswachstums in Deutschland trotz globaler Unsicherheiten anklingt. Auch die Diskussion um die Nutzung des Sondervermögens für Investitionen zeigt, dass strukturelle Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt eng mit fiskalpolitischen Entscheidungen verbunden bleiben.