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Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, stellt die gängigen Mythen über einen Mindestlohn von 15 Euro infrage. Er argumentiert, dass die Annahmen, der erhöhte Mindestlohn gefährde Arbeitsplätze, fördere die Inflation und schwäche die Wettbewerbsfähigkeit, unbegründet seien. In seiner Kolumne bei Zeit Online legt Fratzscher dar, warum diese Befürchtungen über den Mindestlohn keine fundierte Basis haben und es eher wirtschaftliche Vorteile gäbe. ''Die Debatte über den Mindestlohn wird oftmals von Fehlinformationen bestimmt'', so Fratzscher.
Fratzschers Einschätzung zur Mindestlohndebatte steht in einem größeren wirtschaftspolitischen Zusammenhang: Bereits in seinem Beitrag zu den Herausforderungen durch den demografischen Wandel hat er auf die wachsenden Risiken für deutsche Unternehmen durch fehlende Arbeitskräfte hingewiesen (Unternehmensschließungen durch demografischen Wandel). Zudem betonte Fratzscher im Kontext steigender Staatserfordernisse die Notwendigkeit umfangreicher Steuererhöhungen zur Finanzierung zusätzlicher Verteidigungsausgaben (drastische Steuererhöhungen für Verteidigungsausgaben). Seine Analysen zeigen, wie eng arbeitsmarkt- und fiskalpolitische Fragen miteinander verflochten sind.