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Laut dem neuesten Julius Bär Family Barometer ziehen sich Superreiche vermehrt aus den Aktienmärkten zurück und investieren stattdessen verstärkt in ''Beteiligungen'' wie Private Equity, Venture Capital und Infrastruktur.
Gunther Schnabl, Wirtschaftsprofessor an der Universität Leipzig, betont, dass diese Verschiebung des Kapitals eine Reaktion auf die Unbeständigkeit und die erwarteten Renditen der traditionellen Aktienmärkte ist. ''Die wohlhabenden Investoren suchen nach alternativen Wegen, um langfristig stabile Renditen zu erzielen'', erklärt Schnabl. Diese Entwicklung könnte auch für kleinere Investoren eine Lerngelegenheit darstellen, indem sie die Diversifizierung ihrer Portfolios in Betracht ziehen.
Die jüngsten Veränderungen im Anlageverhalten erinnern an die von Gunther Schnabl aufgezeigten Herausforderungen rund um die deutlich gestiegenen Sozialausgaben und Arbeitsmarktkosten in Deutschland, die für viele Investoren neue Rahmenbedingungen schaffen. Zugleich verdeutlicht der Rückzug großer Vermögen aus klassischen Märkten Parallelen zu Entwicklungen wie der Insolvenz des AKW-Betreibers in Hamm-Uentrop, bei der strukturelle Veränderungen und daraus resultierende Kostenfragen zentrale Rollen spielten.