Deutscher Bankensektor setzt Konsolidierung 2025 mit weniger Instituten und Filialen fort
Der Umbau des deutschen Bankenmarkts hält 2025 an, auch wenn sich der Rückgang beim Filialnetz gegenüber dem Vorjahr verlangsamt. Neben Fusionen prägen vor allem Digitalisierung, Kostendruck und verändertes Kundenverhalten die weitere Straffung der Präsenz in Deutschland.
Höhepunkte
- Die Gesamtzahl der Kreditinstitute in Deutschland sinkt 2025 netto um 39 auf 1.329, hauptsächlich getrieben durch 34 Fusionen.
- Die inländischen Bankfilialen gehen 2025 um 1.071 beziehungsweise 6 Prozent auf 16.799 zurück, wobei Großbanken 755 Filialen abbauen.
- Die Deutsche Bank reduziert ihr Filialnetz 2025 um 709 Standorte, was den Anteil der Großbanken am Filialbestand auf 8,5 Prozent senkt.
Konsolidierung der Institute im Jahresverlauf
Wie die Deutsche Bundesbank berichtet, sinkt die Gesamtzahl der Kreditinstitute im Jahr 2025 netto um 39 auf 1.329 Häuser. Hauptgrund sind 34 Fusionen; daneben entfallen weitere Abgänge auf Erlaubnisrückgaben, einen Erlaubnisentzug, Schließungen bei Zweigniederlassungen und Umgruppierungen, während sechs Zugänge verzeichnet werden.Im Genossenschaftssektor gehen 27 der Abgänge auf Fusionen zurück, wodurch die Zahl der Institute auf 647 fällt. Im Sparkassensektor sinkt die Zahl der Institute erneut um fünf auf 344 Sparkassen, während die sechs Landesbanken unverändert bestehen bleiben.
Bei den Kreditbanken verringert sich die Zahl 2025 um sechs auf 232 Institute. Die Zahl der Großbanken bleibt mit drei stabil, während Regionalbanken und sonstige Kreditbanken von 133 auf 129 zurückgehen; bei den Zweigstellen ausländischer Banken sinkt die Zahl zugleich um zwei auf 100.
Filialabbau verlangsamt sich, Großbanken bleiben im Fokus
Die Zahl der inländischen Zweigstellen fällt 2025 um 1.071 beziehungsweise 6 Prozent auf 16.799. Damit liegt der Rückgang unter dem Vorjahreswert von 8,4 Prozent, bleibt aber Ausdruck eines anhaltenden Strukturwandels im Vertrieb der Banken.Am stärksten ist der Filialabbau bei den Großbanken, deren Netz um 755 auf 1.429 Zweigstellen schrumpft. Fast die gesamte Reduzierung entfällt erneut auf die Deutsche Bank, die ihr Filialnetz um 709 Standorte verkleinert; der Anteil der Großbanken am gesamten Zweigstellenbestand sinkt damit auf 8,5 Prozent.
Auch Sparkassen und Genossenschaftsbanken bauen Filialen weiter ab, allerdings langsamer als in den Vorjahren. Die Sparkassen einschließlich Landesbanken kommen auf 6.810 Filialen und halten damit weiter den größten Anteil am inländischen Zweigstellennetz, während der genossenschaftliche Sektor auf 6.241 Filialen kommt.
Im Ausland bleibt die Zahl der Tochterunternehmen deutscher Banken mit 73 konstant, während sich die Zahl der Auslandsfilialen um sechs auf 277 erhöht. Rund 77 Prozent dieser Filialen und knapp die Hälfte der Auslandstöchter befinden sich in Europa, vor allem in Staaten der Europäischen Union.
Unsere frühere Analyse zur Deutsche-Bank-Aktie (DBK) beleuchtete die kurzfristige Kurskonsolidierung in einer Spanne von 26,74 € bis 27,88 € sowie den anhaltenden technischen Verkaufsdruck unter wichtigen gleitenden Durchschnitten. Als zentrale Marke wurde der Widerstand bei 27,59 € hervorgehoben, dessen nachhaltiger Bruch laut Einschätzung für eine Stimmungsaufhellung entscheidend wäre.
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