EU-Regierungen einigen sich auf eine Strategie für den digitalen Euro
Die Regierungen der Europäischen Union haben sich auf einen gemeinsamen Standpunkt zum digitalen Euro geeinigt und damit einen wichtigen Meilenstein in den Bemühungen des Blocks zur Stärkung der Währungssouveränität erreicht.
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Die Einigung spiegelt die wachsende Besorgnis über die Dominanz der auf US-Dollar basierenden Stablecoins und die Abhängigkeit von ausländischen Zahlungsanbietern wider, berichtet Crypto News.
Die dänische Wirtschaftsministerin Stephanie Lose sagte, der digitale Euro würde ein wettbewerbsfähigeres europäisches Zahlungssystem unterstützen und die strategische Autonomie stärken. Das vom EU-Rat angenommene Mandat unterstützt die Ausgabe von Online- und Offline-Versionen des digitalen Euro von Anfang an. Dieser Ansatz spiegelt die Ansicht der Europäischen Zentralbank wider, dass die Widerstandsfähigkeit auch ohne Internetzugang gegeben sein muss. Einige Gesetzgeber hatten auf ein reines Online-Modell gedrängt, aber dieser Vorschlag konnte sich nicht durchsetzen. Der Konsens unterstreicht die Präferenz für Inklusivität und Redundanz in Europas zukünftigem digitalen Geld.
Von der politischen Einigung zu den Gesetzesverhandlungen
Die EZB begann 2021 mit der Erforschung des digitalen Euro, gefolgt von einem formellen Vorschlag der Europäischen Kommission im Jahr 2023. Die Mitgliedstaaten brauchten mehr als zwei Jahre, um sich auf einen gemeinsamen Ansatz zu einigen, was die politische Sensibilität digitaler Zentralbankwährungen verdeutlicht. Nachdem der Standpunkt des Rates nun feststeht, richtet sich die Aufmerksamkeit auf das Europäische Parlament, das seinen eigenen Standpunkt endgültig festlegen muss. Erst dann können die formellen Trilog-Verhandlungen zwischen dem Parlament, dem Rat und der Kommission beginnen.
Wenn die Gesetzgeber im Jahr 2026 eine Einigung erzielen, könnte die EZB bereits 2027 in eine Pilotphase eintreten. Eine breitere Einführung würde wahrscheinlich um 2029 erfolgen, so die Beamten. Der Zeitplan spiegelt einen vorsichtigen, schrittweisen Ansatz für eine systemisch wichtige Innovation wider.
Schutzmechanismen, Gebühren und strategische Autonomie
Die EU-Regierungen betonten, dass die Sicherung der Finanzstabilität ein zentraler Bestandteil des digitalen Euro sein wird. Dazu gehören Obergrenzen für die Menge an digitalen Euro, die Privatpersonen halten können, um eine Disintermediation der Banken zu verhindern. Diese Grenzen würden in enger Abstimmung zwischen der EZB und den nationalen Behörden verwaltet. Der Rat hat auch einen Vergütungsrahmen für Zahlungsdienstleister skizziert, der während eines anfänglichen fünfjährigen Übergangszeitraums eine Deckelung der Interbanken- und Händlergebühren vorsieht.
Danach sollen sich die Gebühren an den tatsächlichen Kosten für den Betrieb des digitalen Euro-Systems orientieren. Die Beamten bezeichneten diese Maßnahmen als notwendig, um ein Gleichgewicht zwischen Innovation und Marktstabilität herzustellen. Insgesamt bringt die Vereinbarung die EU näher an eine digitale Währung heran, die die Souveränität unterstützt und sich gleichzeitig reibungslos in das bestehende Finanzsystem integriert.
Kürzlich berichteten wir, dass die Europäische Zentralbank (EZB) im Rahmen ihrer zweiten Vorbereitungsphase für den digitalen Euro, der 2029 eingeführt werden soll, fünf Ausschreibungen vergeben hat.
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