Krypto-Betrug im Wert von 3,5 Millionen Dollar in Australien aufgedeckt, unter den Opfern auch Rentner
Die australische Polizei hat einen 42-jährigen Mann wegen seiner mutmaßlichen Rolle in einem Kryptowährungs-Investitionssystem angeklagt, bei dem mehr als 190 Personen, meist ältere Menschen, um etwa 5 Millionen australische Dollar, d. h. etwa 3,5 Millionen Dollar, betrogen wurden.
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Den Behörden zufolge wurde der Verdächtige nach Durchsuchungen in Strathfield und Cammeray festgenommen. Beamte der Abteilung für Internetkriminalität beschlagnahmten elektronische Geräte und Dokumente, die mit den Ermittlungen in Verbindung stehen könnten.
Dem Mann wird vorgeworfen, mit Erträgen aus Straftaten zu handeln und unter anderem Gelder über eine Online-Plattform gewaschen zu haben. Er wurde gegen eine bedingte Kaution freigelassen und soll am 17. März vor Gericht erscheinen.
Die Ermittler geben an, dass seit November 2025 potenzielle Opfer über soziale Medien angesprochen wurden. Personen, die sich als Anlageberater ausgaben, forderten sie angeblich auf, Geld über eine digitale Plattform namens NEXOpayment einzuzahlen. Die Opfer glaubten, sie würden Kryptowährungen, Aktien oder andere legitime Anlageprodukte kaufen. Stattdessen behauptet die Polizei, dass die Gelder über mehrere Krypto-Wallets und -Börsen geleitet wurden, und zwar nach einem Muster, das der Geldwäsche entspricht.
Cyberkriminalität in Australien
Nach Angaben der für Cyberkriminalität zuständigen Behörden verursachen Anlagebetrügereien in Australien mit Hunderten von Millionen Dollar pro Jahr mit die höchsten finanziellen Verluste unter allen Online-Verbrechen.In den letzten Jahren haben die Regulierungsbehörden die Aufsicht über den Sektor der digitalen Vermögenswerte verschärft. Im Jahr 2024 richtete die Finanznachrichtenagentur AUSTRAC eine spezielle Task Force ein, um Kryptowährungstransaktionen zu überwachen, einschließlich Aktivitäten im Zusammenhang mit Krypto-Geldautomaten. Die Behörden haben auch ihre Regulierungsbefugnisse erweitert, um risikoreiche Produkte und Vertriebskanäle zu beschränken.
Trotz der verstärkten Durchsetzung berichten die Strafverfolgungsbehörden weiterhin über neue Betrugstaktiken. Ende 2025 warnte die Polizei vor Fällen, in denen sich Kriminelle als Strafverfolgungsbeamte ausgaben und offizielle Online-Plattformen nutzten, um sich Zugang zu den Krypto-Geldbörsen der Opfer zu verschaffen.
Warum ältere Menschen oft zur Zielscheibe werden
Krypto-Anlagebetrug zielt zunehmend auf ältere Menschen ab. Die Betrüger nutzen soziale Medien, Messaging-Apps und gefälschte Investment-Websites, um den Anschein der Legitimität zu erwecken, wobei sie oft gefälschte Echtzeit-"Gewinne" angeben, um Vertrauen zu schaffen.Solche Betrügereien beinhalten in der Regel komplexe, mehrschichtige Überweisungen über Krypto-Wallets, was die Rückgewinnung von Geldern extrem erschwert. Selbst wenn die Aufsichtsbehörden involviert sind, ist die Wiedererlangung von Vermögenswerten nach deren Umwandlung in Kryptowährung selten.
Experten raten, die Lizenzen von Anlageberatern zu überprüfen, Überweisungen auf der Grundlage von unaufgeforderten Angeboten in sozialen Medien zu vermeiden und niemals Zugangsdaten zu Wallets oder Seed-Phrasen weiterzugeben.
Zuvor hatten wir berichtet, dass die französische Polizei die Pariser Büros des sozialen Netzwerks X von Elon Musk im Rahmen einer erweiterten Untersuchung der Aktivitäten des Unternehmens durchsucht hat.
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