Cardano-Gründer kritisiert CLARITY Act wegen Einstufung von Token als Wertpapiere

Cardano-Gründer kritisiert CLARITY Act wegen Einstufung von Token als Wertpapiere
Hoskinson stellt Auswirkungen des CLARITY-Gesetzes in Frage

Cardano-Gründer Charles Hoskinson sagte, dass XRP bei Verabschiedung des CLARITY-Gesetzes zum Zeitpunkt seiner Einführung wahrscheinlich als Wertpapier eingestuft worden wäre. Der Gesetzentwurf, formal bekannt als H.R. 3633, zielt darauf ab, klarere regulatorische Regeln für die US-Kryptoindustrie zu schaffen.

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Laut Hoskinson verlagert der Vorschlag die Beweislast auf die Krypto-Projekte und verlangt von ihnen den Nachweis, dass sie keine Wertpapiere mehr sind. Seiner Ansicht nach könnte dieser Ansatz zu einer anhaltenden regulatorischen Unsicherheit führen, berichtet Coinpedia.

Er merkte an, dass bei der Einführung von XRP im Jahr 2012 der XRP-Ledger stark zentralisiert und weitgehend von seinen Gründern abhängig war, die später Ripple Labs gründeten. Nach dem im Gesetzentwurf vorgeschlagenen Rahmen hätte ein solches Token als "Anlagevertragsvermögen", also als Wertpapier, eingestuft werden können. Hoskinson argumentierte, dass XRP - wie viele andere Projekte - in seinem frühen Stadium nicht den Standards einer ausgereiften, dezentralen Blockchain entsprach.

Er fügte hinzu, dass die Gesetzgebung in ihrer jetzigen Form effektiv bedeutet, dass "alles als Wertpapier beginnt", einschließlich Ethereum, Cardano und andere große Blockchain-Netzwerke. Hoskinson warnte, dass das Gesetz erhebliche Hindernisse für neue US-Krypto-Startups schaffen könnte. Er glaubt, dass der Wortlaut des Gesetzes den Regulierungsbehörden, einschließlich der SEC, zusätzliche Instrumente an die Hand geben könnte, um Token-Klassifizierungen anzufechten oder den Markteintritt zu verzögern. Ein Hauptanliegen sei, wie schwierig es für ein Projekt sei, den Sicherheitsstatus zu verlieren, sobald er bei der Markteinführung angewendet werde.

Haltung von Ripple und Unterstützung für den Gesetzentwurf

Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, vertritt einen anderen Standpunkt. Er hat sich öffentlich für das CLARITY-Gesetz ausgesprochen und argumentiert, dass klare Regeln einer regulatorischen Unsicherheit vorzuziehen sind. Seiner Meinung nach würde ein definierter rechtlicher Rahmen das Wachstum von XRP und der breiteren Kryptoindustrie unterstützen.

Garlinghouse sagte zuvor, dass die Chancen für eine Verabschiedung des Gesetzes in den kommenden Monaten hoch sind, und mehrere Analysten und Branchenvertreter äußerten sich ebenfalls zuversichtlich, dass das Gesetz verabschiedet wird.

Die Debatte um das CLARITY-Gesetz wirft ein Schlaglicht auf eine breitere Kluft innerhalb der Krypto-Branche. Während einige eine strengere Regulierung befürchten, argumentieren andere, dass regulatorische Klarheit für die langfristige Stabilität der Branche unerlässlich ist. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, könnte es die Art und Weise, wie Krypto-Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten klassifiziert werden, erheblich verändern, insbesondere bei der Markteinführung, und einen wichtigen Präzedenzfall für den globalen Markt schaffen.

Zuvor hatte JPMorgan erklärt, dass der CLARITY Act die Zukunft der Kryptomärkte und der institutionellen Investitionsströme bestimmen könnte.

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