Mira Kyivska

Brasilien schränkt die Verwendung von Krypto-Vermögenswerten bei grenzüberschreitenden Zahlungen ein

Brasilien schränkt die Verwendung von Krypto-Vermögenswerten bei grenzüberschreitenden Zahlungen ein
Brasilien verschärft die Kontrollen bei Kryptowährungszahlungen

Die brasilianische Zentralbank wird ab dem 4. Mai die Verwendung virtueller Vermögenswerte bei bestimmten regulierten internationalen Zahlungs- und Überweisungsdiensten verbieten. Die neuen Vorschriften gelten für das eFX-System, das grenzüberschreitende Zahlungen und Überweisungen abdeckt.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Die Banco Central do Brasil hat die Resolution BCB Nr. 561 veröffentlicht, die die Vorschriften für eFX-Anbieter ändert. Gemäß diesem Dokument dürfen Zahlungen oder Zahlungseingänge zwischen einem eFX-Anbieter und seiner ausländischen Gegenpartei nur über eine Devisentransaktion oder über den Transfer von Geldern auf einem Konto für Gebietsfremde in brasilianischen Real erfolgen. Die Verwendung virtueller Vermögenswerte in diesem Kanal ist verboten.

Dies ist kein vollständiges Krypto-Verbot

Die neue Entscheidung bedeutet kein vollständiges Verbot von Kryptowährungstransfers in Brasilien. Sie schränkt ausdrücklich die Verwendung von Krypto-Assets und Stablecoins innerhalb des regulierten eFX-Kanals ein.

Auf diese Weise versucht die Zentralbank, internationale Zahlungsströme innerhalb der kontrollierten Deviseninfrastruktur zu halten. Für die Regulierungsbehörde ist dies nicht nur eine Frage des Kryptomarktes, sondern auch eine Angelegenheit der Kapitalkontrollen, der Besteuerung und der Risiken der Geldwäschebekämpfung.

Die Beschränkung gilt auch für Übergangsregelungen für eFX-Anbieter, die noch nicht unter die genehmigten Kategorien fallen. Solche Unternehmen dürfen ihren Betrieb nur fortsetzen, wenn sie bis zum 31. Mai 2027 eine Genehmigung beantragen, doch dürfen ihre Zahlungen und Zahlungseingänge ebenfalls nicht über virtuelle Vermögenswerte abgewickelt werden.

Warum Brasilien die Kontrolle verschärft

Brasilien integriert den Kryptomarkt schrittweise in die Finanz- und Devisenregulierung. Bereits im November 2025 führte die Zentralbank Vorschriften für Anbieter von Dienstleistungen im Bereich virtueller Vermögenswerte ein, darunter Zulassungsanforderungen und Regeln für Geschäfte im Zusammenhang mit dem Devisenmarkt.

Die Aufsichtsbehörde widmet Stablecoins besondere Aufmerksamkeit. Zuvor hatte der Gouverneur der brasilianischen Zentralbank, Gabriel Galipolo, erklärt, dass die Nutzung von Krypto-Vermögenswerten im Land in den letzten zwei bis drei Jahren stark zugenommen habe, wobei etwa 90 % der Transaktionen mit Stablecoins verbunden seien. Dies weckte Bedenken hinsichtlich der Besteuerung, der Geldwäsche und der Absicherung solcher Vermögenswerte.

Was dies für den Markt bedeutet

Für Krypto-Unternehmen bedeutet die Entscheidung Brasiliens strengere Vorschriften für den Umgang mit internationalen Zahlungen. Anbieter, die im Rahmen des eFX-Systems tätig sein wollen, müssen traditionelle Devisenmechanismen anstelle von Krypto-Assets oder Stablecoins nutzen, um Abrechnungen mit ausländischen Gegenparteien durchzuführen.

Der Schritt zeigt auch, dass die Regulierungsbehörden hinsichtlich der Rolle von Stablecoins bei grenzüberschreitenden Zahlungen vorsichtiger werden. Brasilien gibt die Krypto-Regulierung nicht auf und verbietet digitale Vermögenswerte als Gattung nicht, will aber verhindern, dass Stablecoins zu einem parallelen Zahlungskanal außerhalb der Aufsicht der Zentralbank werden.

Dies entspricht einem breiteren globalen Trend. In den USA wehren sich Banken ebenfalls gegen verzinsliche Stablecoins und warnen davor, dass solche Produkte Einlagen aus dem traditionellen Bankensystem abziehen könnten. Insgesamt zeigen diese Debatten, dass sich Regulierungsbehörden und Finanzinstitute zunehmend nicht nur auf die Risiken des Kryptohandels konzentrieren, sondern auch darauf, wie Stablecoins Zahlungen, Bankeinlagen und die Geldpolitik beeinflussen könnten.

Letztendlich könnten die neuen Vorschriften den Druck auf Kryptoanbieter erhöhen, die mit internationalen Überweisungen arbeiten, aber sie geben der Branche auch einen klareren regulatorischen Rahmen. Für Investoren bedeutet dies, dass Stablecoins in Brasilien ein vielversprechendes, aber zunehmend reguliertes Segment des Kryptomarktes bleiben.

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