Paxos wird das erste Blockchain-Unternehmen mit SEC-Zulassung als Clearingstelle
Die Paxos Securities Settlement Company (PSSC), eine Tochtergesellschaft von Paxos, hat von der US-Börsenaufsicht SEC die Zulassung als Clearingstelle erhalten.
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Laut der Website des Unternehmens ermöglicht dieser Status der PSSC, Clearing- und Abwicklungsdienstleistungen für berechtigte Wertpapiertransaktionen anzubieten. Das Unternehmen erklärte, es sei das erste und einzige Blockchain-Unternehmen, das eine solche Genehmigung von der SEC erhalten habe.
„Die Registrierung als Clearingstelle ist das Ergebnis von sieben Jahren Arbeit mit der SEC“, sagte Paxos-CEO und Mitgründer Charles Cascarilla. Ihm zufolge kann das Unternehmen seinen Partnern durch diesen Status eine umfassendere Infrastruktur bieten, um sich gemeinsam mit dem Markt und der Blockchain-Technologie weiterzuentwickeln.
Ein langer Weg zur Legalisierung
Paxos wies darauf hin, dass es seit 2020 Pilotprojekte zur Abwicklung und zum Clearing von US-Aktien mit großen globalen Finanzinstituten durchführt. Diese Projekte liefen unter dem sogenannten No-Action-Relief-Rahmen der SEC. Nach Angaben des Unternehmens haben die Tests gezeigt, dass eine auf Blockchain basierende Nachhandelsinfrastruktur die Effizienz durch taggleiche Abwicklung und geringere Kosten verbessern kann.
Paxos ist der Ansicht, dass die SEC-Genehmigung ein wichtiger Bestandteil der Finanzmarktinfrastruktur geworden ist, da sich Blockchain-Technologie und traditionelle Kapitalmärkte zunehmend annähern.
Paxos arbeitet bereits mit Unternehmen wie PayPal, Interactive Brokers, Mastercard und Mercado Libre zusammen. Das Unternehmen gibt zudem mehrere Stablecoins und tokenisierte Vermögenswerte heraus, darunter PayPal USD (PYUSD) und Pax Gold.
Was ist Clearing?
Im regulären Wertpapierhandel endet eine Transaktion nicht, wenn ein Anleger auf „Kaufen“ oder „Verkaufen“ klickt. Danach beginnt der technische Teil: Daten müssen abgeglichen, Verpflichtungen zwischen den Parteien bestätigt und die Übertragung von Geld und Vermögenswerten organisiert werden. Privatanleger bekommen diesen Teil des Marktes meist nicht zu sehen, aber der Handel mit Aktien, Anleihen und anderen Instrumenten funktioniert ohne ihn nicht.
Genau das übernehmen Clearingstellen. Sie helfen Marktteilnehmern, Geschäfte sicher bis zur Abwicklung durchzuführen und das Ausfallrisiko zu minimieren. Für Paxos ist die SEC-Registrierung wichtig, weil das Unternehmen diese Infrastruktur nun in einem regulierten Umfeld unter Nutzung der Blockchain anbieten kann. Theoretisch könnte dies die Abwicklung beschleunigen, Kosten senken und die Nachhandelsprozesse näher an die Funktionsweise moderner digitaler Märkte bringen.
Zur Erinnerung: Paxos sieht den Stablecoin-Markt als vielversprechenden Bereich für den Bankensektor.
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