Das US-Finanzministerium eröffnet eine öffentliche Konsultation zu digitalen IDs bei der Aufsicht über Kryptowährungen

Das US-Finanzministerium eröffnet eine öffentliche Konsultation zu digitalen IDs bei der Aufsicht über Kryptowährungen
U.S. Finanzministerium will digitale Identität

Das US-Finanzministerium hat eine öffentliche Konsultation zum Einsatz digitaler Identitäten und anderer fortschrittlicher Technologien gestartet, um die Aufsicht über die Kryptowährungsmärkte zu stärken. Die Initiative, die diese Woche angekündigt wurde, ist Teil des kürzlich erlassenen Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins Act (GENIUS Act), den Präsident Biden im Juli in Kraft gesetzt hat.

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Das neue Gesetz legt einen Rechtsrahmen für Stablecoin-Emittenten fest und weist das Finanzministerium an, die Einführung fortschrittlicher Compliance-Methoden zu prüfen. Zu den untersuchten Bereichen gehören digitale Identitätsüberprüfung, Blockchain-Analytik, künstliche Intelligenz und Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs), berichtete Cointelegraph. Das Finanzministerium sagte, die Konsultation werde dazu beitragen, Werkzeuge zu identifizieren, die sowohl die Durchsetzung verbessern als auch die Kosten für Finanzinstitute senken können.

Identitätsüberprüfung in DeFi und Innovationsherausforderungen

Eine der am meisten diskutierten Ideen ist die Einbettung der Identitätsüberprüfung direkt in die Smart Contracts des dezentralen Finanzwesens (DeFi). Bei diesem Modell würde ein Vertrag automatisch die Anmeldedaten eines Nutzers bestätigen, bevor eine Transaktion ausgeführt wird, wodurch die Verfahren zur Überprüfung der Kundenidentität (Know Your Customer - KYC) und zur Bekämpfung der Geldwäsche (Anti-Money Laundering - AML) effektiv in die Blockchain-Infrastruktur integriert würden.

Befürworter argumentieren, dass dies Geldwäsche und die Umgehung von Sanktionen über DeFi verhindern könnte, während Kritiker vor Risiken für die Privatsphäre und potenziellen Innovationsbeschränkungen warnen.

Nach Angaben des Finanzministeriums könnten digitale Identitätslösungen die Form von staatlich ausgestellten Ausweisen, biometrischen Daten oder tragbaren, vom Benutzer verwalteten digitalen Ausweisen annehmen. Beamte betonten, dass solche Maßnahmen die Kosten für die Einhaltung von Vorschriften für Finanzinstitute senken und die Echtzeit-Erkennung illegaler Aktivitäten vereinfachen könnten. Gleichzeitig wiesen sie auf Risiken im Zusammenhang mit dem Datenschutz und die Notwendigkeit hin, Innovation und Regulierung in Einklang zu bringen. Öffentliche Kommentare werden bis zum 17. Oktober 2025 entgegengenommen. Danach wird das Finanzministerium dem Kongress einen Bericht mit möglichen politischen Empfehlungen vorlegen.

Druck der Banken und Risiken für die Finanzstabilität

Die Konsultation erfolgt inmitten des Drucks der US-Banken, die strengere Regeln für Stablecoins fordern. Das Bank Policy Institute, das große Kreditgeber vertritt, warnte, dass ein Schlupfloch im GENIUS-Gesetz es Emittenten ermöglichen könnte, die Beschränkungen für die Zahlung von Zinsen zu umgehen, indem sie Partnerschaften mit verbundenen Unternehmen oder Börsen eingehen. Die Gruppe schätzt, dass solche Produkte Billionen von Dollar aus den Einlagen abziehen und den Zugang der Unternehmen zu Krediten einschränken könnten.

Diese Debatten unterstreichen die wachsende Spannung zwischen der Förderung von Blockchain-Innovationen und der Gewährleistung der Finanzstabilität.

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