Fed senkt Zinsen um 25 Basispunkte, Märkte rutschen ab

Fed senkt Zinsen um 25 Basispunkte, Märkte rutschen ab
Anleger nach Fed-Zinssenkung und Powell-Äußerungen zurückhaltend

Am Mittwoch nahm die Federal Reserve wie erwartet ihre erste Zinssenkung in diesem Jahr vor und senkte den Leitzins um 25 Basispunkte. Die Märkte hatten dies weitgehend eingepreist, und die Reaktion war gemischt: Auf einen anfänglichen Anstieg folgte ein leichter Rückgang.

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Der S&P 500 und der Nasdaq lagen bei Redaktionsschluss um 0,5 % bzw. 0,3 % im Minus, während der Dow 30 um 0,2 % zulegte.Bitcoin reagierte mit einem Tagesverlust von 0,9 %, während Ethereum um 0,2 % nachgab. Andere Top-100-Kryptowährungen zeigten ebenfalls eine gemischte Performance, obwohl die Farbe Rot den Markt dominierte.

24-Stunden- und 7-Tage-Kursentwicklung der 10 wichtigsten Kryptowährungen. Quelle: CoinMarketCap

Die Vorsicht der Anleger wurde durch die Pressekonferenz des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell ausgelöst, der trotz seines ruhigen Tons subtile Kritik an Donald Trump übte: Powell betonte zwar, dass die Fed "gut darauf vorbereitet ist, auf wirtschaftliche Veränderungen zu reagieren", bezeichnete aber die aktuelle Zinssenkung als "Risikomanagementinstrument".

Auf die Frage nach dem Inflationsziel von 2 % wies Powell darauf hin, dass die Inflation derzeit nicht sein Hauptanliegen sei. Stattdessen verwies er auf den Arbeitsmarkt, auf dem die niedrige Arbeitslosigkeit mit einem langsameren Beschäftigungswachstum aufgrund der rückläufigen Zuwanderung und der niedrigen Erwerbsbeteiligung einhergeht. Die Risiken, so Powell, verlagern sich von der Inflation auf die Dynamik des Arbeitsmarktes.

Zwei weitere Zinssenkungen erwartet und der Kampf um die Unabhängigkeit

Zu den Aussichten bekräftigte Powell, dass die Fed keinen festen Kurs verfolgt und ihre Politik auf der Grundlage der eingehenden makroökonomischen Daten anpasst. Von den 19 Fed-Vertretern erwarten 10 mindestens zwei weitere Zinssenkungen in diesem Jahr, während neun mit weniger rechnen.

Im Vorfeld der Sitzung war über eine Senkung um 50 Basispunkte spekuliert worden, aber es stellte sich heraus, dass nur ein Beamter - Stephen Miran, der kürzlich von Trump ernannt wurde - diese Option unterstützte.

In der Zwischenzeit war Lisa Cook an der Entscheidung beteiligt, nachdem ein Berufungsgericht Trumps Versuch, den Fed-Vorsitzenden abzusetzen, zurückgewiesen hatte. Dieses Patt und Trumps Angriffe auf Powell unterstreichen den Kampf um die Unabhängigkeit der Fed und die wachsende Besorgnis, dass die Zentralbank einem größeren direkten politischen Einfluss ausgesetzt sein könnte.

Wie wir schrieben, steigen die Märkte, da Powell die Tür für Zinssenkungen offen lässt

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