BMFTR startet 1.000-Köpfe-Plus-Programm für internationale Forschungstalente in Deutschland
Quelle: BMFTR (Home)
Höhepunkte
- BMFTR startet das 1.000-Köpfe-Plus-Programm im Juli 2025 und plant Investitionen von über 600 Millionen Euro zur Gewinnung internationaler Forschungstalente.
- Bis Mitte Dezember 2025 wurden bereits 166 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland für Projekte von KI-Medizin bis Biodiversität ausgewählt.
- Zusätzliche 375 Millionen Euro sind bis 2029 aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität vorgesehen, um Forschungsökosysteme und Hochschulstrukturen in Deutschland zu stärken.
Weltweit wächst der Druck auf die Freiheit der Wissenschaft, und Deutschland positioniert sich stärker als Ziel für internationale Spitzenforschung. Mit dem 1.000-Köpfe-Plus-Programm sollen Forschende aus dem Ausland verlässliche Karriereperspektiven und Arbeitsbedingungen im deutschen Wissenschaftssystem erhalten. Erste Geförderte berichteten Mitte Dezember in Berlin über ihre Erfahrungen und Erwartungen an den Standort.
Förderprogramm mit 600 Millionen Euro
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat das 1.000-Köpfe-Plus-Programm, international auch als „Global Minds Initiative Germany“ bezeichnet, im Juli 2025 gestartet. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär sagte auf einer Pressekonferenz nach einem Austausch mit sechs Geförderten, insgesamt seien Investitionen von über 600 Millionen Euro vorgesehen. Ziel ist es, dringend benötigte Fachkräfte zu gewinnen und exzellente Forschung in Deutschland zu stärken. Seit Programmbeginn wurden nach Ministeriumsangaben die ersten 166 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgewählt.Breites Spektrum, von KI-Medizin bis Biodiversität
Unter den Geförderten ist die türkische Medizininformatikerin Dr. Sevgi Gökçe Kafalı Tekat, die mit einem Humboldt-Forschungsstipendium an der Technischen Universität München zu KI-gestützten medizinischen Bildgebungsverfahren arbeitet. Aus den USA kommt Dr. Johannes Stein, der als Geförderter im Emmy-Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft eine Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik in Berlin leiten soll. Ebenfalls aus den USA berichtete Prof. Dr. Karen Christman, die über den Humboldt-Forschungspreis am Max-Delbrück-Centrum in Berlin an Biomaterialien für die Gewebezüchtung forschen will. Weitere Beispiele sind der Biodiversitätsforscher Adrià Bellvert, Ph.D., der an der Universität Greifswald eine Gruppe aufbauen möchte, sowie der chilenische Psychologe Dr. Víctor Hugo Masías Hinojosa, der an der Charité in den Computational Social Sciences arbeitet.Zusätzliche Mittel bis 2029 geplant
Für das Programm sind laut Text weitere 375 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität bis 2029 vorgesehen. Damit sollen Forschungsökosysteme an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen gestärkt werden, unter anderem mit Strukturwirkungen durch Formate wie die Alexander von Humboldt-Professuren. Gestartet war das Programm demnach mit 227 Millionen Euro, die vor allem für frühe Karrierephasen und Forschungspreise eingesetzt werden. Die Bundesregierung verbindet mit dem Ansatz auch ein Signal zur Wissenschaftsfreiheit und zur Attraktivität Deutschlands als langfristiger Forschungsstandort.Zuletzt haben wir über die Förderinitiative „KMU-innovativ“ des BMFTR berichtet, die kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu Forschungsförderung erleichtern soll. Der Beitrag zeigte, wie feste Einreichstichtage, ein Lotsendienst und schnelle Verfahren die Planbarkeit verbessern und in zukunftsrelevanten Technologiefeldern von Biomedizin bis Quanten bereits Milliarden an Fördermitteln mobilisiert wurden.
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