Was hat den jüngsten Kursrückgang bei Intel ausgelöst?

Was hat den jüngsten Kursrückgang bei Intel ausgelöst?
Intel fällt heute um 2,44% auf 43,54 $

Intel Corporation (INTC) wird derzeit bei 43,54 $ gehandelt und liegt damit unter dem MA-20 (47,52 $) und knapp über dem MA-50 (43,51 $), während er weiterhin deutlich über dem MA-200 (31,62 $) liegt. Die aktuelle Konstellation deutet auf einen anhaltenden kurz- und mittelfristigen Verkaufsdruck hin, aber der langfristige Aufwärtstrend bleibt bestehen, mit unmittelbarem Widerstand durch den Ichimoku Kijun bei 48,44 $ und Unterstützung nahe dem MA-50 bei 43,50 $.

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Höhepunkte

  • Intel hat seine Dividende für 2024 ausgesetzt, um der IDM 2.0-Strategie Vorrang zu geben und sich inmitten von organisatorischen Umstrukturierungen und Margendruck auf den Ausbau der Produktion und Forschung und Entwicklung zu konzentrieren.
  • Nvidia investierte Milliarden in Intel und signalisierte damit die Ausweitung der Zusammenarbeit im Bereich der KI-Chips, da Intel sich einem verstärkten Wettbewerb auf dem Markt für Rechenzentren gegenübersieht.
  • Intel wird bei 43,54 $ gehandelt, knapp über dem MA-50 (43,51 $) und deutlich über dem MA-200 (31,62 $), mit langfristig zinsbullischen Aussichten trotz kurzfristigem Verkaufsdruck.

Dividendenaussetzung und KI-Investitionen verändern Risiko und Stimmung

Intel hat kürzlich seine Dividende im Jahr 2024 ausgesetzt, um seine IDM 2.0 Turnaround-Strategie zu priorisieren, die sich auf die Umstrukturierung, die Ausweitung der Produktion und Investitionen in F&E und den Ausbau der Foundrys konzentriert. Das Unternehmen hat mit Umsetzungsrisiken und Margendruck zu kämpfen, da es organisatorische Änderungen vornimmt und seine Bemühungen zur Steigerung der Fertigungskapazitäten intensiviert. Kürzlich eingereichte Unterlagen enthüllten, dass Nvidia Milliarden von Dollar in Intel investiert hat, was die Zusammenarbeit bei der Entwicklung von KI-Chips unterstreicht, während das Unternehmen durch den zunehmenden Wettbewerb auf dem Markt für Rechenzentren unter Druck steht.

Anton Kharitonov, Experte bei Traders Union, beobachtet einen anhaltenden Verkaufsdruck auf Intels Chart, da der Kurs unter den wichtigsten gleitenden Durchschnitten kämpft. Er merkt an, dass die Aussetzung der Dividende und die erhöhten F&E-Ausgaben erhebliche Ausführungs- und Margenrisiken im Zusammenhang mit Intels IDM 2.0-Umstellung widerspiegeln. Kharitonov betrachtet die überverkauften technischen Daten als Frühwarnzeichen, warnt jedoch davor, übereilt Long-Positionen einzugehen, solange die Schwäche unterhalb der Unterstützung von 43,50 $ eine Bedrohung bleibt. Er hebt die Zusammenarbeit des Unternehmens mit Nvidia als vielversprechend hervor, warnt aber davor, dass der Gegenwind der Konkurrenz im Segment der Rechenzentren zunimmt. "Solange Intel nicht beweist, dass es die Ausführungsrisiken überwinden und den Hauptwiderstand zurückerobern kann, bleibe ich vorsichtig und sehe ein begrenztes kurzfristiges Aufwärtspotenzial", so Kharitonov abschließend.

Viktoras Karapetjanc, Experte bei Traders Union, ist der Ansicht, dass die zugrunde liegende zinsbullische Struktur von Intel trotz der kurzfristigen Volatilität intakt bleibt. Er sieht die IDM-2.0-Strategie und die umfangreichen Investitionen von Nvidia als positive Signale für künftiges Wachstum und die Führung des Sektors. Karapetjanc verweist auf ein bestätigtes zinsbullisches Momentum bei den Wochenindikatoren, das für eine technische Erholung und weitere Aufwärtsbewegungen spricht, wenn der Widerstand überwunden wird. "Intels ehrgeizige Investitionen und sein starkes institutionelles Engagement bestärken mich in meiner Ansicht, dass weiteres Wachstum in greifbarer Nähe liegt, während der Markt die kurzfristigen Störungen verdaut", sagt Karapetjanc.

Anhaltender Verkaufsdruck inmitten gemischter Momentum- und überverkaufter Signale

Die Momentum-Signale sind uneinheitlich: Der MACD auf D1 deutet auf ein starkes zugrundeliegendes Kaufinteresse hin, aber der ADX zeigt eine schwache Tendenz an, was auf einen Mangel an klarer Intraday-Richtung hindeutet. Mehrere Oszillatoren (RSI, Stoch RSI, CCI, BBP) kennzeichnen die Aktie als überverkauft, wobei ein negativer BBP und ein stark negativer CCI auf dominanten Verkaufsdruck in der aktuellen Sitzung hindeuten. Der Awesome Oscillator unterstützt ebenfalls den vorherrschenden Abwärtstrend. Nachdem die Aktie knapp unter dem gestrigen Schlusskurs eröffnet hatte, gab sie um 2,44 % nach und wird heute am unteren Ende der Handelsspanne gehandelt, und die Volatilität ist mäßig erhöht. Der Intraday-Handel zeigt nach der Eröffnung einen deutlichen Druck, und während das Gesamtmomentum rückläufig ist, weisen mehrere überverkaufte Signale auf eine potenzielle Divergenz und eine Erschöpfung der Verkäufer hin. Beim letzten Mal stellten die Analysten fest, dass die Intel-Aktie unter den kurzfristigen gleitenden Durchschnitten gehandelt wird, aber weiterhin von den langfristigen Trends unterstützt wird, was auf ein anhaltendes Abwärtsmomentum in naher Zukunft hindeutet. Die technischen Indikatoren deuten auf überverkaufte Bedingungen und ein Konsolidierungspotenzial hin, wobei der Markt gemischte Signale von Momentum-Indikatoren und wichtigen Unterstützungs- und Widerstandsniveaus beobachtet.

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