Trump erwägt Notfallmaßnahmen, um den Anstieg der Ölpreise einzudämmen, da die Versorgungsengpässe anhalten.
Donald Trump wird am Montag Optionen zur Begrenzung des Ölpreisanstiegs prüfen, denn hohe Energiekosten sind für amerikanische Unternehmen und Verbraucher im Vorfeld der Zwischenwahlen im November höchst unerwünscht.
Höhepunkte
- Trump erwägt Notfallmaßnahmen zur Eindämmung der steigenden Ölpreise.
- Öl erreicht kurzzeitig 119 $, da die Störung in der Straße von Hormuz anhält.
- Freigabe strategischer Reserven könnte nur vorübergehende Marktentlastung bringen.
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Unerwünschte Turbulenzen
Laut Reuters erörtern US-Beamte mit ihren Amtskollegen aus der Gruppe der Sieben die Möglichkeit einer koordinierten Freigabe von Rohöl aus den strategischen Reserven als eine der Hauptoptionen.
Andere in Betracht gezogene Maßnahmen sind:
- die Einschränkung der US-Exporte,
- Interventionen auf den Öl-Terminmärkten,
- die Aussetzung bestimmter Bundessteuern,
- die Aufhebung des Jones Act, der vorschreibt, dass inländische Treibstofftransporte in den USA nur von Schiffen unter amerikanischer Flagge durchgeführt werden dürfen.
"Das Weiße Haus befindet sich in ständiger Abstimmung mit den zuständigen Behörden zu diesem wichtigen Thema, da es für den Präsidenten höchste Priorität hat. Präsident Trump und sein gesamtes Energieteam haben lange vor dem Start der Operation 'Epic Fury' einen klaren Plan zur Stabilisierung der Energiemärkte entwickelt und werden auch weiterhin alle glaubwürdigen Optionen in Betracht ziehen", sagte Taylor Rogers, Pressesprecher des Weißen Hauses.
Begrenzte politische Optionen
Branchenanalysten zufolge verfügt das Weiße Haus nur über wenige wirksame Instrumente, um den Anstieg der Ölpreise rasch einzudämmen, da der Tankerverkehr durch die Straße von Hormuz - durch die rund 20 % der weltweiten Öllieferungen fließen - aufgrund des anhaltenden militärischen Konflikts nicht wieder aufgenommen werden konnte.
Am Montag erreichten die weltweiten Ölpreise den höchsten Stand seit Mitte 2022 und stiegen kurzzeitig auf 119 US-Dollar pro Barrel, was zu einem starken Anstieg der Preise für Benzin und andere Kraftstoffe führte.
In der vergangenen Woche hat das Weiße Haus die Bundesbehörden aufgefordert, Vorschläge auszuarbeiten, die den Druck auf die Öl- und Benzinpreise verringern könnten. An dem Prozess beteiligte Quellen äußerten jedoch Zweifel an der Wirksamkeit dieser Vorschläge.
"Das Problem ist, dass die Optionen von marginal und symbolisch bis hin zu extrem unklug reichen", sagte ein Teilnehmer an den Diskussionen gegenüber Reuters.
Trump möchte die normale Preisdynamik so schnell wie möglich wiederherstellen, da ein längerer Anstieg der Öl- und Benzinpreise eine Kettenreaktion in der gesamten Wirtschaft auslösen und die Transport- und Verbraucherkosten erhöhen könnte.
Umfassende Lösung wird Zeit brauchen
Experten weisen darauf hin, dass selbst eine teilweise Freigabe von Öl aus den strategischen Reserven nur eine kurzfristige psychologische Wirkung auf die Märkte haben könnte. Historisch gesehen können solche Maßnahmen die Preisschwankungen vorübergehend verringern, lösen aber nicht das grundlegende Problem des begrenzten Angebots inmitten geopolitischer Spannungen und Unterbrechungen der wichtigsten Logistikrouten.
Längerfristig wird die Stabilisierung der Preise wahrscheinlich davon abhängen, dass der sichere Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz wiederhergestellt und die Produktion der Exportländer gesteigert wird. Bis dahin wird der Ölmarkt weiterhin sehr empfindlich auf geopolitische Entwicklungen reagieren, wobei sich Preisturbulenzen direkt auf die Inflation und die Kraftstoffkosten in den Vereinigten Staaten und weltweit auswirken.
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