Der Druck auf den EUR/USD hält an, während die Märkte auf die Entscheidungen der Zentralbanken warten
Der EUR/USD-Kurs bewegt sich um die Marke von 1,17 in einer engen Spanne zwischen 1,16 und 1,18 und zeigt damit eine Konsolidierung im Vorfeld wichtiger Zentralbanksitzungen. Die Märkte vermeiden große Positionen und warten auf Signale der EZB und der Fed sowie auf Reaktionen auf geopolitische Entwicklungen und den Ölpreis.
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Die jährliche Inflationsrate stieg im März auf 2,6 %, die Kerninflation auf 2,3 %, wobei die Erwartungen der Haushalte für das nächste Jahr auf rund 4 % stiegen. Dies erhöht den Druck auf die EZB und lässt die Wahrscheinlichkeit einer hawkischen Rhetorik trotz des fragilen Wirtschaftswachstums steigen.
Der USD profitiert von der Risikoaversion, geopolitischen Spannungen (einschließlich Iran) und erhöhten Renditen für US-Staatsanleihen von fast 4,34 % bei 10-jährigen Anleihen. Der Dollar behält inmitten der Unsicherheit seinen Status als sicherer Hafen.
Brent hat aufgrund von Risiken im Nahen Osten und Versorgungsengpässen die Marke von 111 USD pro Barrel überschritten. Dies heizt die Inflation in Europa an, verschlechtert die Handelsbilanz der Eurozone und stützt indirekt den USD durch höhere Renditen.
Die EZB wird am 30. April wahrscheinlich eine Pause einlegen, doch die Inflation könnte einen hawkischen Ton hervorrufen. Die Fed hält die Zinsen stabil, wobei die Rhetorik entscheidend ist: Ein hawkischer Ton stärkt den USD, während dovish Anzeichen den EUR/USD-Kurs anheben.
Unterstützend für den EUR: potenzielles hawkisches Signal der EZB und Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung in der EU. Für den USD sprechen: geopolitische Risiken, Ölpreis über 111 USD, robustes US-Konjunkturumfeld und eine vorsichtige Fed.
Bullisches Szenario (1,18–1,20), wenn die EZB eine strenge Haltung einnimmt, die Fed nachgibt und der Ölpreis fällt. Bärisches Szenario (1,15–1,16) bei steigenden Risiken, höherem Ölpreis und einer entschlossenen Fed. Basisszenario: Seitwärtsbewegung mit nachrichtenbedingter Volatilität im Bereich von 1,16–1,18.
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