Die Fed hielt die Zinsen bei ihrer Sitzung vom 28. bis 29. April unverändert bei 3,50–3,75 % und stellte in ihrer Erklärung fest, dass die Inflation weiterhin hoch ist, was zum Teil auf die jüngsten Anstiege der weltweiten Energiepreise zurückzuführen ist. Damit ist eine rasche Lockerung der Geldpolitik für den Dollar weniger wahrscheinlich als noch vor einem Monat. Entscheidend sind die internen Meinungsverschiedenheiten im FOMC: Einige Mitglieder befürworten eine entschlossenere Pause ohne zurückhaltende Signale, was den USD angesichts hoher Renditen für US-Staatsanleihen stützt.
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Die EZB beließ ihren Einlagensatz im März bei 2,0 %, doch die Inflation in der Eurozone beschleunigte sich auf 2,6 % im Jahresvergleich und überschritt damit das 2 %-Ziel. Große Banken sehen nun Potenzial für eine Zinserhöhung im späteren Verlauf des Jahres 2026, auch wenn der Konsens über den Zeitpunkt unsicher ist. Kurzfristig fehlt dem Euro eine starke Dynamik; mittelfristig scheint die EZB weniger geneigt zu einer raschen Lockerung, was den Abwärtsdruck auf EUR/USD begrenzt, aber keinen Aufwärtstrend auslöst.
Die Haltung der Fed und steigende Inflationserwartungen beflügeln die Dollarnachfrage über Renditen und Zuflüsse in sichere Häfen vor dem Hintergrund geopolitischer Entwicklungen. Die Daten für April unterstreichen die Unsicherheit bei den Energiepreisen als globalen Marktfaktor. Das Währungspaar stößt bei Aufwärtsversuchen auf Verkäufer, da der Dollar seine Sicherheitsprämie und die Unterstützung durch die Zinsen behält – was das aktuelle Regime genau widerspiegelt.
Die Verknüpfung „Naher Osten → Öl → Inflation → Zinsen → Dollar“ dominiert. Hohe Energiekosten treffen die Eurozone hart, verschlechtern die Handelsbedingungen und schüren Stagflationsrisiken, sodass Ölpreisanstiege typischerweise Druck auf EUR/USD ausüben. Geopolitische Schlagzeilen bestimmen nun die Schwankungen im Tagesverlauf.
Die gestrige Fed-Entscheidung und die Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell konnten dem Währungspaar keinen Auftrieb geben; es durchbrach die Unterstützung bei 1,1680 und droht nun in Richtung 1,1620–1,1600 abzurutschen. Heute gibt die EZB ihre Zinsentscheidung bekannt – die voraussichtlich unverändert bleibt –, sodass dies nur minimale Auswirkungen auf die EUR/USD-Dynamik haben dürfte.
Die aktuellen EUR/USD-Kurse bewegen sich angesichts der Vorsicht vor der EZB-Sitzung um 1,17, wobei die hohen Ölpreise zusätzliche Abwärtsrisiken mit sich bringen.
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