EUR/USD bleibt in einer engen Handelsspanne, da der Krieg im Iran weiterhin belastet

EUR/USD bleibt in einer engen Handelsspanne, da der Krieg im Iran weiterhin belastet
EUR/USD

Das EUR/USD-Währungspaar verfügt nach wie vor über Aufwärtspotenzial, doch die aktuelle Entwicklung wird durch die Rolle des US-Dollars als sicherer Hafen gebremst. Die Spannungen im Nahen Osten und die instabilen Energiepreise stützen die Nachfrage nach dem Dollar und verhindern, dass das Währungspaar nachhaltig nach oben ausbricht. Dennoch bleibt der im Jahr 2025 einsetzende allgemeine Abwärtstrend des Dollars bestehen, und die Marktstruktur verschiebt sich allmählich zugunsten des Euro.

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Die Europäische Zentralbank zeigt Entschlossenheit im Kampf gegen die Inflation, die auf 3 % gestiegen ist. Auf ihrer Sitzung im April bestätigte die EZB, dass eine Zinserhöhung im Juni nun ein sehr wahrscheinliches Szenario ist. Äußerungen von Mitgliedern des EZB-Rats, darunter Nagel und Kazimir, deuten auf die Bereitschaft zu weiteren Straffungsmaßnahmen hin, um eine zweite, durch die Energiepreise getriebene Inflationswelle einzudämmen. Dies schafft ein starkes fundamentales Umfeld für eine kurzfristige Euro-Stärke.

Gleichzeitig bleibt die Fed vorsichtig und hält die Zinsen trotz Anzeichen einer Abkühlung der US-Wirtschaft auf hohem Niveau. Die Inflationsdaten für März in den USA fielen unerwartet höher aus, was die Markterwartungen hinsichtlich einer aggressiven Lockerung durch die Fed dämpfte. Da die Fed weiterhin zögert, einen klaren Zinssenkungszyklus zu signalisieren, bleibt der Dollar stabil und verhindert, dass sich der EUR/USD-Kurs über 1,18 konsolidiert.

Technisch gesehen befindet sich das Paar in einer Konsolidierungszone, wobei 1,1680–1,1660 als Unterstützung und 1,1740–1,1780 als relativ starker Widerstand fungieren. Der Markt beobachtet die Juni-Sitzung der EZB als den entscheidenden Auslöser, der das Paar in Richtung 1,1900 und darüber treiben könnte, sollte es zu einer Zinserhöhung kommen. Bis dahin dürften die Volatilität und die aktuelle Handelsspanne anhalten.

In meinem gestrigen Artikel „EUR/USD unter Druck, da die Lage im Nahen Osten belastet“ habe ich bereits angemerkt, dass das Paar zwar unter mäßigem Druck steht, aber kurzfristig in einer Handelsspanne verharren könnte; Abwärtsrisiken bleiben jedoch bestehen, bis sich die Lage im Nahen Osten verbessert.

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