Der Euro wird weiterhin weitgehend durch die Erwartung einer restriktiveren EZB gestützt: Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und zunehmenden Inflationsdrucks in Europa preist der Markt zunehmend eine mögliche Zinserhöhung bereits im Juni ein. Dies bietet dem EUR/USD-Kurs fundamentale Unterstützung, auch wenn die Wirtschaft der Eurozone weiterhin anfällig für externe Schocks und geopolitische Turbulenzen ist.
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Auf US-Seite hält die Federal Reserve an ihrer Pause fest, doch der Markt schiebt die Erwartungen auf Zinssenkungen weiter nach hinten, wodurch der Dollar in einer Zone relativer Stärke verbleibt. Unterdessen scheint die jüngste Erholung des DXY eher eine Korrektur zu sein, die von einer Risikoaversion und einer Neubewertung der Erwartungen getrieben wird, als eine vollwertige Trendumkehr.
Infolgedessen befindet sich der EUR/USD weiterhin in einem Tauziehen: Der Euro wird durch die Erwartungen einer Straffung der Geldpolitik durch die EZB gestützt, während der Dollar von der Nachfrage nach sicheren Häfen und höheren Renditen in den USA profitiert. Zum jetzigen Zeitpunkt sieht es eher nach einer breiten Handelsspanne mit hoher Sensitivität gegenüber Nachrichten aus als nach einem anhaltenden, einseitigen Trend.
Das Hauptaugenmerk des Marktes liegt nun auf den bevorstehenden Signalen der EZB und der Fed: Sollte die EZB ihre Bereitschaft für eine Zinserhöhung im Juni bestätigen, dürfte der Euro einen neuen Impuls erhalten; sollte sich jedoch die geopolitische Risikoprämie verstärken, könnte der Dollar die Initiative zurückgewinnen.
Derzeit hat das Scheitern der Bullen, den Widerstand nahe der Marke von 1,1785 zu durchbrechen, Gewinnmitnahmen bei Long-Positionen ausgelöst und das Paar auf das Unterstützungsniveau von 1,1680 gedrückt, mit einer möglichen Fortsetzung in Richtung 1,1660–1,1650. Zwar gibt es keinen objektiven Grund für einen massiven Ausverkauf des Euro, doch würde ein Verlust des letztgenannten Niveaus wahrscheinlich einen Rückgang in Richtung 1,1620–1,1600 auslösen, wo Käufer wieder auf den Plan treten könnten.
Wie in „EUR/USD bleibt in breiter Spanne, da Abwärtsrisiken bestehen“ angemerkt, wird erwartet, dass sich das Paar kurzfristig in einer breiten Spanne bewegt.
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