EUR/USD bewegt sich weiterhin in einer breiten Spanne, da Abwärtsrisiken bestehen bleiben
Das EUR/USD-Paar befindet sich weiterhin in einer Phase erhöhter Nachrichtenempfindlichkeit und handelt innerhalb der Spanne von 1,1660 bis 1,1780, während der Markt nach wie vor einen Seitwärtshandel ohne nachhaltigen Trend erwartet. Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass der Haupttreiber für das Währungspaar weniger eine Verbesserung der Fundamentaldaten der Eurozone ist, sondern vielmehr die nachlassende Dynamik des Dollars vor dem Hintergrund der Erwartungen einer geldpolitischen Lockerung durch die Fed und einer Neubewertung der Carry-Prämie des Dollars.
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Das wichtigste bullische Argument für den EUR/USD bleibt an den Dollar gekoppelt: Der Markt preist einen sanfteren Kurs der Fed ein, und Morgan Stanley erwartet eine weitere Schwäche des DXY in der ersten Hälfte des Jahres 2026, wobei der Index möglicherweise in Richtung der 94er-Marke fallen könnte, bevor er sich später im Jahr stabilisiert. Dies macht das Aufwärtspotenzial des EUR/USD weitgehend zu einer Funktion der USD-Schwäche und nicht zu einer deutlichen Beschleunigung der Wirtschaft in der Eurozone.
Ein wesentliches Gegengewicht zu diesem Szenario bilden Öl und die geopolitische Lage im Nahen Osten. Für EUR/USD bedeutet dies, dass jede Verschlechterung der Lage im Nahen Osten das Währungspaar schnell nach unten drücken könnte, selbst wenn der allgemeine Dollar-Trend schwach bleibt.
Die EZB wirkt noch nicht aggressiv genug, um dem Euro einen dauerhaften eigenständigen Vorteil zu verschaffen, sodass das Aufwärtspotenzial des Währungspaares ohne Bestätigung durch europäische Daten anfällig bleibt. In diesem Umfeld bleiben US-Daten – insbesondere Arbeitsmarktzahlen und Signale zum Tempo der Fed-Lockerung – entscheidend für die Richtung des DXY und damit auch des EUR/USD. Sollten US-Daten einen eher zurückhaltenden Fed-Zyklus bestätigen, würde dies die Argumente für einen Ausbruch nach oben stärken; sollten sich Inflations- oder Ölrisiken wieder beschleunigen, könnte der Dollar schnell die Kontrolle zurückgewinnen.
Das Basisszenario für die kommenden Wochen bleibt ein Seitwärtshandel mit moderater Aufwärtsneigung, jedoch ohne klaren Trend, grob im Korridor von 1,1620–1,1800. Ein Durchbruch über 1,1800 würde eine deutliche Ausweitung der Dollarschwäche und die Bestätigung einer zurückhaltenden Neubewertung der Fed erfordern, während eine Rückkehr in Richtung 1,15–1,16 wahrscheinlich wäre, falls der Ölpreis wieder steigt, sich die Risikoaversion verstärkt und die Nachfrage nach dem Dollar als sicherer Hafen zurückkehrt.
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