EUR/USD bleibt unter Druck, da die Märkte restriktive Fed-Politik einpreisen

EUR/USD bleibt unter Druck, da die Märkte restriktive Fed-Politik einpreisen
EUR/USD

​Das Währungspaar EUR/USD steht weiterhin unter Abwärtsdruck, nachdem erneut starke US-Makrodaten und steigende Treasury-Renditen veröffentlicht wurden. Die jüngsten US-Inflations- und Erzeugerpreiszahlen lagen über den Markterwartungen und verringern die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen durch die Federal Reserve in den kommenden Monaten deutlich. 

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Anleger preisen zunehmend ein „höher für länger“-Szenario ein, wobei einige Marktteilnehmer sogar eine weitere Straffung der Fed gegen Ende 2026 in Betracht ziehen.

Geopolitische Risiken und Ölpreise stützen den US-Dollar

Zusätzliche Unterstützung erhält der Dollar durch die zunehmenden geopolitischen Spannungen im Zusammenhang mit dem US–Iran-Konflikt. Angesichts von Sorgen über mögliche Störungen der Ölversorgung bleibt Brent-Öl über 110 $ pro Barrel, was Inflationsrisiken schürt und gleichzeitig die Nachfrage nach dem Dollar als sicheren Hafen erhöht. Unter diesen Bedingungen bleibt der Euro anfällig, da die höheren Energiepreise die wirtschaftlichen Aussichten der Eurozone weiter belasten und Druck auf den Industriesektor Europas ausüben.

EZB zwischen Inflation und schwachem Wachstum gefangen

Die Europäische Zentralbank steht weiterhin vor einem schwierigen Balanceakt: Die Inflation in der Eurozone liegt über dem Zielwert, während das Wirtschaftswachstum nahezu stagniert. Die Märkte preisen zwar noch die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung der EZB im Sommer ein, doch die Zweifel der Anleger wachsen, ob die europäische Wirtschaft eine längere Phase restriktiver Geldpolitik verkraften kann. Vor diesem Hintergrund begünstigt der sich ausweitende Renditeabstand zwischen den USA und der Eurozone weiterhin den US-Dollar.

Marktausblick und wichtige Kursmarken

Angesichts des anhaltenden Verkaufsdrucks bleibt die Erholung von EUR/USD durch den Widerstand im Bereich von 1,1660 begrenzt. Nach einem Test dieser Zone fiel das Paar zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts auf 1,1633 zurück. Das Risiko eines erneuten Tests der wichtigen Unterstützungszone um 1,1610–1,1600 bleibt daher erhöht. Ein bestätigter Bruch unter diese Marke könnte die Abwärtsbewegung in Richtung 1,1580–1,1550 beschleunigen. Auf der Oberseite könnte ein Anstieg über den Widerstand eine Erholung in Richtung 1,1680–1,1700 auslösen, wo erneut Verkaufsinteresse am Euro aufkommen könnte.

Wie im Artikel EUR/USD unter Druck angesichts restriktiver Fed-Erwartungen hervorgehoben, bleibt der kurzfristige Ausblick für das Paar bärisch.

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