Deutschland verzeichnet mehr Angriffe auf Politiker, AfD und CDU 2025 am stärksten betroffen
Die Zahl der Straftaten gegen Parteipolitiker und -mitglieder in Deutschland ist 2025 auf einen neuen Höchststand gestiegen. Insgesamt registriert die Polizei 5.140 Fälle, 39 Prozent mehr als im Vorjahr, wobei AfD und CDU die meisten Zuwächse verzeichnen.
Höhepunkte
- Die Zahl der bundesweit registrierten Straftaten gegen Parteipolitiker und -mitglieder stieg 2025 auf 5.140 Fälle, nach 3.690 in 2024 und 2.790 in 2023.
- Mit 1.852 registrierten Angriffen 2025 trifft es AfD-Mitglieder am stärksten, wobei die meisten Taten dem linken Spektrum zugerechnet werden, gefolgt von der CDU mit 1.171 Fällen.
- Von insgesamt 193 Gewaltdelikten 2025 entfallen 121 auf AfD-Mitglieder, überwiegend mit politisch links motiviertem Hintergrund laut Regierungsstatistik.
Anstieg der Delikte im Wahlkampfjahr
Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion hervorgeht, liegen laut Bild der Deutschen Presse-Agentur für 2025 bundesweit 5.140 registrierte Straftaten gegen Parteipolitiker und -mitglieder vor. 2024 waren es 3.690 Fälle, 2023 rund 2.790, womit sich der seit mehreren Jahren anhaltende Aufwärtstrend fortsetzt.Als ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung gilt das aufgeheizte politische Klima im Wahlkampf zu Jahresbeginn 2025. Den höchsten Wert verzeichnet die AfD mit 1.852 Angriffen auf Mitglieder oder Anhänger, wobei die Polizei die meisten dieser Taten dem linken Spektrum zuordnet. Auch die CDU meldet einen deutlichen Sprung von rund 420 Delikten im Jahr 2024 auf 1.171 Straftaten 2025. Bei der CSU erfasst die Statistik 168 Fälle.
Politiker und Mitglieder der Grünen sind 2025 in 1.005 Fällen Ziel von Angriffen. In den beiden Vorjahren hatte die Zahl jeweils bei rund 1.200 gelegen, als die Partei noch an der Ampel-Regierung beteiligt war.
Gewaltdelikte und Belastung für Kommunalpolitiker
Neben 193 Gewaltdelikten erfasst die Statistik vor allem sogenannte Äußerungsdelikte wie Volksverhetzung, Verleumdung und Beleidigung. Davon zählt die Bundesregierung 1.289 Fälle, hinzu kommen unter anderem Farbschmierereien oder Störungen an Infoständen.Von den Gewaltdelikten entfallen 121 auf AfD-Mitglieder, meist mit politisch links motiviertem Hintergrund. 16 Fälle betreffen die Linke, 13 die Grünen, jeweils zwölf richten sich gegen CDU und SPD. Besonders schwere Vorfälle werden im Gemeinsamen Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum behandelt, darunter elf Fälle mit linkem Hintergrund, davon sieben gegen die AfD, sowie vier mit rechtem Hintergrund, darunter je zwei gegen Grüne und SPD.
Wie groß der Druck insbesondere auf Kommunalpolitiker ist, zeigen auch Schilderungen aus Thüringen. Die Grünen-Politiker Matthias Kaiser und Felix Kalbe schreiben 2025 in einem offenen Brief an Innenminister Georg Maier, es sei in vergangenen Wahlkämpfen normal gewesen, auf offener Straße beleidigt oder angespuckt zu werden.
In unserem früheren Beitrag zu den steigenden Zustimmungswerten der AfD und den wirtschaftspolitischen Reformdebatten haben wir erläutert, dass Ökonomen spürbare Entlastungen bei Steuern und Abgaben als Hebel sehen, um den Vertrauensverlust in die Regierungsarbeit zu bremsen. Dabei ging es auch um die Risiken einer höheren Staatsverschuldung, die über steigende Zinsen und spätere Einschnitte bei Subventionen oder Sozialleistungen zusätzlichen politischen Druck erzeugen könnte.
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