Verhaltener Handel für Gold, da die Zinserhöhungen der U.S. Federal Reserve die Bewegungen dämpfen

Verhaltener Handel für Gold, da die Zinserhöhungen der U.S. Federal Reserve die Bewegungen dämpfen
Gold steigt heute um 0,56 % auf 4.521,41 $.

Gold (XAU) wird zu $4.521,41 gehandelt und verzeichnet einen Tagesgewinn von 0,56 %. Der Vermögenswert liegt unter seinen wichtigen gleitenden Durchschnitten, was auf anhaltenden Verkaufsdruck über mehrere Zeiträume hinweg hindeutet.

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Höhepunkte

  • Die eskalierenden Spannungen zwischen U.S. und Iran haben die Ölpreise in die Höhe getrieben, was den globalen Inflationsdruck verstärkt und die restriktive Haltung der Zentralbanken untermauert.
  • Große Zentralbanken und Staaten, darunter China, stärken ihre im Inland gelagerten Goldreserven angesichts erhöhter Sanktions- und Fragmentierungsrisiken.
  • Gold handelt unter wichtigen gleitenden Durchschnitten, da der bärische Trend dominiert. Kurzfristig wird eine Spanne von 4.500–4.560 $ erwartet, wobei die Abwärtsseite bevorzugt wird.

Inflation und Reservenverschiebungen steigen angesichts geopolitischer, politischer und zollbezogener Spannungen

Anhaltende geopolitische Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran haben sich verschärft, nachdem jüngste U.S.-Militäraktionen zu Vergeltungsschlägen der Revolutionsgarden Irans auf U.S.-Stützpunkte führten, was die Sorge um Störungen der Energieversorgung über die Straße von Hormus verstärkte und die Ölpreise steigen ließ. Die erhöhten Ölpreise und der anhaltende Konflikt haben weltweit den Inflationsdruck erhöht und dazu geführt, dass wichtige Zentralbanken, darunter die U.S. Federal Reserve, eine restriktive Geldpolitik beibehalten oder in Erwägung ziehen, was zu anhaltend höheren Realrenditen führt. Gleichzeitig haben westliche Sanktionen, die Hunderte Milliarden an russischen Zentralbankreserven einfrieren, sowie Indiens Erhöhung der Goldimportzölle von 6 % auf 15 % die Nutzung von im Inland gelagertem Gold als souveräne Reserve gestärkt und den strategischen Reservecharakter von Gold verändert. China setzt seine strategische Goldakkumulation seit 18 aufeinanderfolgenden Monaten fort, angesichts zunehmender geopolitischer Fragmentierung und erhöhter Sanktionsrisiken. Jüngste Berichte über eine Waffenruhe-Verlängerung zwischen den U.S. und Iran haben die Energiepreisspitzen teilweise abgeschwächt und die Zinserhöhungserwartungen gedämpft.

Bärische Dynamik hält an, während XAU/USD Widerstands- und Unterstützungsgrenzen testet

Das technische Bild zeigt XAU/USD unter dem MA-20 ($4.593,37), MA-50 ($4.657,94) und MA-200 ($4.618,31), was den anhaltenden Verkaufsdruck über kurze, mittlere und lange Zeiträume hinweg unterstreicht. Der Ichimoku Kijun bei $4.570,54 bildet das nächste Widerstandsniveau, mit einer wichtigen kurzfristigen Unterstützung knapp unter $4.500. Momentum-Signale bleiben gemischt: MACD und ADX auf dem Tageschart deuten auf ein bärisches Regime hin, während RSI und CCI auf leicht überverkaufte Bedingungen hindeuten. Stoch RSI und Bull/Bear Power (BBP) deuten auf Kaufversuche hin, bestätigen aber, dass Verkäufer weiterhin dominieren, verstärkt durch die Abwärts-Tendenz des AO (Awesome Oscillator) und einen Schlusskurs nahe der Mitte der heutigen Intraday-Spanne, was auf moderate Volatilität und begrenzte Überzeugung in beide Richtungen hindeutet.

Abwärtsrisiko bevorzugt, da breakout-Wahrscheinlichkeit kurzfristig gering bleibt

In den nächsten fünf Sitzungen wird erwartet, dass XAU in einer Spanne von $4.500 – $4.560 handelt, einem Volatilitätsband im Verhältnis zum aktuellen Niveau. Die Wahrscheinlichkeit eines kurzfristigen breakout nach oben bleibt gering (unter 20 %), sodass ein Abwärtsszenario wahrscheinlicher ist. Das Basisszenario ist eine fortgesetzte Seitwärtskonsolidierung innerhalb dieser Spanne; ein Ausbruch über $4.570,54 wäre erforderlich, um ein bullisches Szenario zu ermöglichen, während ein Bruch der Unterstützung unter $4.500 weitere Rückgänge verstärken würde. Strukturelle Trendsignale auf mittleren und langen Zeithorizonten zeigen weiterhin Schwäche, trotz schrittweiser langfristiger Käufe durch offizielle Institutionen.

Anton Kharitonov, Experte bei Traders Union, sieht den Goldmarkt sowohl durch anhaltende geopolitische Spannungen als auch durch anhaltende technische Schwäche eingeschränkt. Er ist der Ansicht, dass die institutionelle Akkumulation und Inflationsrisiken eine fundamentale Unterstützung bieten, aber das Fehlen einer technischen Bestätigung das Aufwärtspotenzial begrenzt. Das Basisszenario bleibt eine Seitwärtsbewegung zwischen 4.500 und 4.560 US-Dollar, sofern keine Widerstands- oder Unterstützungsniveaus durchbrochen werden. „Solange Gold die Marke von 4.570,54 US-Dollar nicht eindeutig zurückerobert, ist trotz der zugrunde liegenden Nachfragetreiber taktische Vorsicht geboten.“

Zuvor stellten Analysten fest, dass Gold anhaltendem Verkaufsdruck ausgesetzt war, da Käufer Schwierigkeiten hatten, den Widerstand zu überwinden, wobei institutionelle und private Nachfrage einen teilweisen Ausgleich boten. Das aktuelle Umfeld verschärft diese Gegenwinde, da anhaltende geopolitische Risiken und höhere Realrenditen die Erholungsaussichten für Gold beeinträchtigen, sodass ein Abwärtsdurchbruch unter $4.500 das entscheidende Risiko für die kommenden Sitzungen bleibt.

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