BMWE baut Open-Data-Angebot für Verwaltung, Forschung und Schlüsselsektoren aus
Offene Verwaltungsdaten gewinnen in Deutschland weiter an Bedeutung, weil sie Transparenz erhöhen und die Entwicklung neuer digitaler Anwendungen unterstützen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, BMWE, verweist dabei auf gesetzliche Vorgaben, eigene Datenportale und mehrere Fachprojekte von Tourismus bis Rohstoffwirtschaft.
Höhepunkte
- Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz erweitert kontinuierlich sein Open-Data-Angebot und stellt maschinenlesbare Verwaltungsdaten zentral über GovData bereit.
- Das Open Data-/Knowledge Graph-Projekt der Deutschen Zentrale für Tourismus vernetzt touristische Daten organisations- und länderübergreifend, um Wettbewerbsfähigkeit und Innovationen im Standort Deutschland zu fördern.
- Plattformen wie die Vergabestatistik vom Statistischen Bundesamt und SMARD der Bundesnetzagentur liefern offene, standardisierte Daten zu öffentlichen Aufträgen, Strom- und Gasmarktpreisen sowie Geowissenschaften und Rohstofftransparenz.
Rechtsrahmen und Datenzugang im Bund
Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mitteilt, bildet Paragraf 12a des E-Government-Gesetzes die zentrale Grundlage für die Veröffentlichung maschinenlesbarer Daten durch Bundesbehörden. Open Data umfasst demnach frei zugängliche und weiterverwendbare Datensätze wie Statistiken, Geodaten, Haushaltsdaten oder Berichte, die unter offener Lizenz sowie in strukturierten und maschinenlesbaren Formaten bereitgestellt werden.Das Ministerium beschreibt Open Government Data als Verwaltungsdaten, die nach diesen Grundsätzen veröffentlicht werden. Ziel ist es, mehr Transparenz zu schaffen und zugleich neue Anwendungen und Dienstleistungen zu fördern. Die Umsetzung der Open-Data-Strategie der Bundesregierung wird vom Kompetenzzentrum Open Data beim Bundesverwaltungsamt überwacht.
Für die Auffindbarkeit der Daten dient das nationale Metadatenportal GovData als zentraler Einstiegspunkt. Dort sind sowohl die veröffentlichten Datensätze des BMWE als auch die Daten nachgeordneter Behörden abrufbar.
Projekte für Tourismus, Energie und Rohstoffe
Nach Angaben des Ministeriums arbeitet das BMWE fortlaufend daran, Qualität und Umfang seiner offenen Daten zu erhöhen und betreibt dafür ein eigenes Datenportal. Zu den geförderten Vorhaben zählt auch das Open Data-/Knowledge Graph-Projekt der Deutschen Zentrale für Tourismus, das touristische Daten organisations- und länderübergreifend nach einheitlichen Standards verfügbar machen soll und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland stärken soll.Im Auftrag des BMWE stellt das Statistische Bundesamt über die Vergabestatistik offene Daten zu öffentlichen Aufträgen von Bund, Ländern und Kommunen bereit. Hinzu kommt mit SMARD die Transparenzplattform der Bundesnetzagentur für Strom- und Gasmarktdaten, die Preise, Erzeugung, Nachfrage sowie Im- und Exporte mit Analysen und Grafiken verknüpft.
Auch im Bereich Geowissenschaften und Rohstofftransparenz verweist das Ministerium auf eine breitere Datenbereitstellung. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe soll geowissenschaftliche Fachdaten zentral zusammenführen und nach den Vorgaben des Geologiedatengesetzes sowie der Open-Data-Bestimmungen frei nachnutzbar machen. Zudem verantwortet das BMWE die Umsetzung der D-EITI in Deutschland, deren jährliche Berichte Zahlungen rohstoffgewinnender Unternehmen an den Staat offenlegen und begleitende Kontextinformationen als offene Daten veröffentlichen.
In unserem früheren Bericht über die gestiegenen US-LNG- und LPG-Lieferungen nach Indien haben wir gezeigt, wie Störungen rund um die Straße von Hormus die traditionellen Versorgungswege vom Golf beeinträchtigen und Neu-Delhi zu teureren Alternativen zwingen. Dabei wurde erläutert, dass die höheren Transportkosten und gestiegenen Spotpreise die Energieversorgung zwar kurzfristig absichern können, zugleich aber die Importrechnung erhöhen und wirtschaftlichen Druck verstärken.
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