Ostdeutscher Arbeitsmarkt bleibt unter demografischem Druck
Die Alterung der Bevölkerung erhöht den Druck auf den Arbeitsmarkt in Ostdeutschland, wodurch der Eingliederung junger Menschen eine wachsende wirtschaftliche Bedeutung zukommt. Nach Einschätzung der Bundesregierung betrifft das Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte gleichermaßen und verweist zugleich auf deutliche regionale Unterschiede.
Höhepunkte
- Die Bundesregierung sieht in strukturschwachen ländlichen Regionen Ost- und Westdeutschlands einen besonderen Förderbedarf zur Verhinderung wachsender regionaler Ungleichheiten.
- Langzeitarbeitslose und Menschen ohne Abschluss gelten laut Bundesregierung als Gruppen mit dem höchsten Arbeitslosigkeitsrisiko und erfordern gezielte Maßnahmen.
- Investitionen der Unternehmen in Digitalisierung, technologische Innovation und Weiterbildung verbessern laut Regierung die Standortattraktivität und fördern qualifizierte Zuwanderung.
Regierung sieht besonderen Förderbedarf in Regionen
Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke hervorgeht, sollten vor allem die Chancen in prosperierenden Zentren genutzt werden, damit auch umliegende lokale Arbeitsmärkte davon profitieren.Gleichzeitig sieht die Regierung in strukturschwachen ländlichen Gebieten fernab prosperierender Städte einen deutlich größeren Handlungsbedarf. Damit regionale Ungleichheiten nicht weiter zunehmen, gelte dies nicht nur für Ostdeutschland, sondern auch für strukturschwache ländliche Regionen in Westdeutschland.
Qualifizierung und Investitionen als Standortfaktor
Weiteren Handlungsbedarf macht die Bundesregierung bei Langzeitarbeitslosen sowie bei Menschen ohne schulischen oder beruflichen Abschluss aus. Diese Gruppen tragen demnach das höchste Arbeitslosigkeitsrisiko beziehungsweise haben die geringsten Chancen auf eine Beschäftigungsaufnahme.Als Voraussetzung für zukunftsfähige Regionen nennt die Regierung zudem Investitionen ansässiger Unternehmen in Digitalisierung, technologische Innovationen sowie Aus- und Weiterbildung. Solche Maßnahmen stärken nach dieser Einschätzung zugleich die Attraktivität der Regionen für qualifizierte Zuwanderung aus dem In- und Ausland.
In unserem früheren Artikel zum Schienen-Bedarfsplan bis 2032 haben wir über den milliardenschweren Finanzbedarf für den Ausbau der Bundesschienenwege berichtet. Dabei ist die Finanzierung für 2026 mit 2,36 Milliarden Euro im Bundeshaushalt abgesichert, während Umfang und Tempo der weiteren Projekte ab 2027 von den verfügbaren Haushaltsmitteln und der mittelfristigen Finanzplanung abhängen.
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