Brent fällt unter 74 $ trotz erneuter Spannungen nahe der Straße von Hormus
Die Ölpreise fielen am Freitag um etwa 2 %, da die Händler über einen neuen Zwischenfall nahe der Straße von Hormus hinwegsahen und sich stattdessen auf die verbesserten Versorgungsströme aus dem Golf konzentrierten. Die Bewegung deutete darauf hin, dass der Markt die jüngste Störung vorerst eher als Sicherheitsrisiko denn als erneuten Angebotsschock betrachtet.
Höhepunkte
- Brent-Rohöl fiel um 2 % auf 73,58 $ pro Barrel, während WTI-Rohöl um 2,06 % auf 69,97 $ pro Barrel sank.
- Ein Frachtschiff in der Nähe von Oman wurde getroffen, aber es wurden keine Opfer oder Umweltschäden gemeldet.
- Die Golf-Ströme durch Hormus haben sich nach diplomatischen Fortschritten verbessert.
- Der Irak strebt eine höhere OPEC-Quote an, was eine weitere Angebotsfrage aufwirft.
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Preise fallen trotz Angriff in Hormus
Brent-Rohöl-Futures für August fielen um 2 % auf 73,58 $ pro Barrel, während die US-Futures für West Texas Intermediate (WTI) für August um 2,06 % auf 69,97 $ sanken. Der Preisrückgang deutet auf einen weiteren wöchentlichen Rückgang hin, nachdem die Kriegsrisikoprämie, die die Preise während des Konflikts zuvor gestützt hatte, stark reduziert wurde, berichtet Bloomberg.
Der Rückgang erfolgte, obwohl ein Frachtschiff in der Nähe von Oman getroffen wurde, während es nahe der Straße von Hormus operierte. Das Schiff, das Berichten zufolge unter der Flagge Singapurs fährt, verzeichnete keine Opfer und keine Umweltschäden. Der Vorfall belebte kurzzeitig die Sorge um die sichere Durchfahrt durch einen der weltweit wichtigsten Energiekorridore, aber die Schiffe setzten ihre Fahrt durch die Region fort.
Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation unterbrach vorübergehend einen Teil ihres Evakuierungsplans, um Sicherheitsgarantien für Schiffe in dem Gebiet erneut zu bestätigen. Mehrere Schiffe waren bereits vor der Unterbrechung im Rahmen des Plans evakuiert worden.
Angebots-Narrativ übernimmt die Oberhand
Die größere Kraft am Markt bleibt das Angebot. Die Tankerströme durch Hormus haben sich nach frühen Fortschritten in der Diplomatie zwischen den USA und dem Iran beschleunigt, wodurch Millionen von Barrel zurück auf den Weltmarkt gelangten. Diese Verschiebung hat dazu beigetragen, den Rohölpreis nach unten zu drücken, auch wenn die politischen Spannungen ungelöst bleiben.
Anfang dieser Woche liefen die Ölexporte aus dem Golf mit dem schnellsten Tempo seit Kriegsbeginn. Goldman Sachs schätzte, dass die Ölexporte aus dem Golf nun fast zwei Drittel des normalen Niveaus erreichen, was das Tempo der weltweiten Lagerbestandsabnahmen verlangsamt.
Diese Erholung des Angebots war für die Händler wichtiger als der jüngste politische Streit zwischen Washington und Teheran. Der Iran wies US-Behauptungen zurück, wonach freigegebene Vermögenswerte für den Kauf amerikanischer Agrargüter verwendet würden, während US-Beamte erklärten, dass alle freigegebenen Gelder weiterhin der amerikanischen Genehmigung unterlägen.
Die OPEC steht zudem unter internem Druck. Berichten zufolge hat der Irak auf eine höhere Produktionsquote gedrängt und die Möglichkeit eines Austritts aus der Gruppe in den Raum gestellt, falls seine Forderungen nicht erfüllt werden, obwohl sein Ölministerium später erklärte, dass ein Austritt aus der OPEC keine offizielle Regierungsposition sei.
Der Markt bewertet Barrel, keine Schlagzeilen
Die jüngste Bewegung zeigt, wie schnell die Ölhändler von der Angst vor Störungen zur Sorge über das verfügbare Angebot übergegangen sind. Ein Schiff Angriff in der Nähe von Hormus würde normalerweise die Preise stützen, aber der Markt konzentriert sich nun auf die zurückkehrenden Ströme, die steigenden Lieferungen der Golfproduzenten und die Möglichkeit eines höheren OPEC-Angebots.
Das bedeutet nicht, dass das Risiko verschwunden ist. Die Straße von Hormus bleibt eine fragile Passage, und weitere Angriffe könnten die Stimmung schnell wieder drehen. Doch da Brent vor der Bewegung am Freitag im Wochenverlauf um mehr als 8 % gefallen war, scheinen die Händler zu glauben, dass sich das Angebotsbild ausreichend verbessert hat, um die neuen Spannungen aufzuwiegen.
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