Microsoft versucht Erholung von Unterstützung, während Anleger KI-Rendite hinterfragen
Auf dem 4-Stunden-Chart handelt Microsoft nach einem starken Rückgang aus der Zone von 390-410 nahe 352,5. Der Preis ist unter die wichtigen gleitenden Durchschnitte gefallen, sodass die kurzfristige Struktur schwach bleibt.
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Die nächste Unterstützung liegt bei 350-352; wenn die Käufer diesen Bereich halten, ist eine Erholung in Richtung 365-370 möglich. Ein Durchbruch unter 350 würde das Risiko einer Bewegung in Richtung 340-335 erhöhen.
Wichtigster Nachrichtentreiber
Die jüngsten negativen Nachrichten für MSFT hängen nicht mit einer Verschlechterung des Geschäfts zusammen, sondern mit einer Neubewertung der KI-Ausgaben. MarketWatch schreibt, dass Microsoft-Aktien ihren schlechtesten Juni seit dem Jahr 2000 erleben und im Monatsverlauf um etwa 21,6 % gefallen sind, da Investoren den Zeitplan für die Amortisation der massiven Investitionen in die KI-Infrastruktur infrage stellen. Barron’s stellt zudem fest, dass das erste Halbjahr für MSFT zu den schwächsten seit der Dotcom-Ära gehörte.
KI und freier Cashflow
Der Markt betrachtet die steigenden Investitionsausgaben (Capex) kritischer: Microsoft investiert weiterhin massiv in Rechenzentren, Azure und KI-Kapazitäten, aber die Anleger wollen eine schnellere Rendite für diese Ausgaben sehen. Laut Schätzungen, die von MarketWatch und Barron’s diskutiert wurden, könnten die Ausgaben für KI-Infrastruktur im Jahr 2026 stark ansteigen, während der freie Cashflow bereits unter Druck steht. Dies verschiebt die Wahrnehmung von MSFT von einem „defensiven Cashflow-Asset“ hin zu einer kapitalintensiveren KI-Story.
Marktumfeld
Der Druck wird durch den breiteren Ausverkauf bei Big Tech verstärkt. Barron’s schreibt, dass die Aktien der „Magnificent Seven“ im Juni fast 3 Billionen Dollar an Marktwert verloren haben, während auch der Nasdaq unter Druck bleibt. Ein zusätzlicher Faktor sind die jüngsten US-PCE-Daten: Die Inflation bleibt über dem Ziel der Fed, was die Vorsicht gegenüber teuren Wachstumsaktien stützt und die Nachfrage nach Microsoft bei Erholungen begrenzt.
Fazit
Das Basisszenario für MSFT bleibt vorsichtig negativ, solange der Preis unter 365-370 bleibt. Der Chart zeigt einen Versuch, an der 350er-Unterstützung zu kaufen, aber für eine Umkehr müssen die Käufer die Aktie über den nächsten Widerstand drücken und die Folge tieferer Hochs durchbrechen. Bis dahin ist ein Anstieg, wie ich bereits in Microsoft fällt im Zuge des Big-Tech-Ausverkaufs und KI-Capex-Sorgen in Richtung Unterstützung gewarnt habe, eher als technische Erholung zu betrachten, während die Zone von 380-390 eine starke Barriere für eine Erholung bleibt.
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