Deutschland vor Ende des Tankrabatts, Kraftstoffpreise steigen an einzelnen Stationen deutlich

Deutschland vor Ende des Tankrabatts, Kraftstoffpreise steigen an einzelnen Stationen deutlich
Tankrabatt vor dem Aus

Wenige Stunden vor dem Auslaufen des staatlichen Tankrabatts nimmt die Nervosität an deutschen Zapfsäulen zu. Autofahrer ziehen Käufe vor, nachdem die Preise am Dienstag in mehreren Städten und Regionen zeitweise bereits um 20 bis 30 Cent je Liter angezogen haben.

Höhepunkte

  • Im Landkreis Bad Dürkheim sprang der Literpreis für Super am Dienstagmittag abrupt von 1,839 Euro auf 2,039 Euro.
  • Der bundesweite Tankrabatt von 16,7 Cent je Liter endet um Mitternacht, wodurch Verbraucher teils deutliche Preiserhöhungen befürchten und Tankstellen Andrang erleben.
  • Experten erwarten den Hauptteil des Preisanstiegs für Mittwochmittag, während Politiker wie Manuela Schwesig einen Preisdeckel und strengere Preisgrenzen fordern.

Preissprünge vor dem Auslaufen der Steuerentlastung

Wie BILD.de berichtet, endet der Tankrabatt der Bundesregierung um Mitternacht, während an Tankstellen in Berlin, Hannover, Hamburg und im Landkreis Bad Dürkheim bereits vorab stärkere Preisbewegungen zu beobachten sind.

Im Landkreis Bad Dürkheim stieg der Preis für Super nach Angaben im Text um 12 Uhr von 1,839 Euro auf 2,039 Euro je Liter. In Berlin lagen die Aufschläge an einzelnen Stationen zunächst sogar bei 30 Cent, bevor der Preis laut dem Portal clever-tanken bis 13 Uhr wieder um 10 Cent nachgab.

Viele Autofahrer nutzten den Dienstagmorgen noch für eine letzte günstigere Tankfüllung. An mehreren Standorten bildeten sich teils längere Schlangen, weil Verbraucher weitere Aufschläge ab Mittwoch erwarten.

Marktdebatte und politische Reaktionen

Der Tankrabatt gilt seit Anfang Mai und senkte die Steuern auf Benzin und Diesel um 16,7 Cent pro Liter. Tankstellen waren verpflichtet, diese Entlastung weiterzugeben, was die Branchenverbände en2x und bft nach Darstellung des Textes betonen.

Die Monopolkommission und das Ifo-Institut sehen in ihren Untersuchungen jedoch Defizite bei der Weitergabe. Zugleich bleibt unklar, wann der vollständige Preissprung sichtbar wird, weil das Auslaufen des Rabatts nur für Kraftstoff gilt, der ab Mitternacht neu an Tankstellen geliefert wird, während zuvor ausgelieferte Mengen zunächst günstiger bleiben sollten.

Experten erwarten tendenziell, dass ein Großteil des Preisanstiegs erst am Mittwochmittag eintritt. Aus der Politik kommen deshalb Forderungen nach stärkerer Kontrolle, darunter ein Vorschlag von Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach, tägliche Erhöhungen um 12 Uhr auf höchstens fünf Prozent zu begrenzen, während Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig einen Preisdeckel fordert.

In unserem früheren Artikel zum Auslaufen des Tankrabatts haben wir eine Umfrage beleuchtet, nach der 65 Prozent der Autofahrer vor Fristende noch einmal volltanken wollten, um den Preisvorteil auszunutzen. Außerdem wurde eingeordnet, dass viele das Ende der Maßnahme kritisch sehen und trotz der Entlastung ein spürbarer Preisanstieg erwartet wird – auch mit Blick auf die 12-Uhr-Regel und die Debatte über mögliche Eingriffe in die Spritpreisbildung.

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