Deutsche Zementindustrie verzeichnet anhaltenden Produktionsrückgang

Deutsche Zementindustrie verzeichnet anhaltenden Produktionsrückgang
Zementproduktion im Sinkflug

Der Abschwung in der deutschen Zementindustrie hält über mehrere Jahre an und erfasst auch verwandte Baustoffe wie Beton- und Kalksandsteinerzeugnisse. Von Februar 2022 bis März 2026 sinkt die saison- und kalenderbereinigte Herstellung in diesem Bereich um 29,3 Prozent.

Höhepunkte

  • Die Produktion von Beton, Zement und Kalksandstein sinkt von Februar 2022 bis März 2026 saison- und kalenderbereinigt um 29,3 Prozent.
  • Der Umsatz der deutschen Zementindustrie fällt 2024 laut Statistischem Bundesamt von 3.385 Millionen Euro auf 3.196 Millionen Euro.
  • Im zweiten Quartal 2025 steigt der Produktionsindex für Zement auf 85,7 gegenüber 84,4 im Vorjahr und zeigt damit erste Anzeichen einer Stabilisierung.

Bundesregierung legt Branchendaten vor

Wie Deutscher Bundestag unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen berichtet, steht die Zementbranche seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und den darauffolgenden Sanktionen unter anhaltendem Druck.

Die Bundesregierung schreibt, dass die Herstellung von Erzeugnissen aus Beton, Zement und Kalksandstein seit Februar 2022 bis März 2026 saison- und kalenderbereinigt um 29,3 Prozent sinkt. Als zusätzliche Belastung nennt sie die hohen Energiepreise, die energieintensive Industrien wie die Zementindustrie stärker treffen als andere Wirtschaftsbereiche.

Kostenbelastung und Umsatzentwicklung

Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts sinkt der Umsatz der deutschen Zementindustrie 2024 im Vergleich zu 2023 von 3.385 Millionen Euro auf 3.196 Millionen Euro.

Beim Produktionsindex für Zement zeigt sich im zweiten Quartal 2025 jedoch eine leichte Stabilisierung. Der Wert liegt mit 85,7 etwas über dem Vorjahreswert von 84,4 und deutet damit auf eine begrenzte Erholung innerhalb des weiter angespannten Marktumfelds hin.

In unserem früheren Artikel zum Deutschlandfonds haben wir erläutert, wie Bund und KfW mit öffentlichen Mitteln und Garantien privates Kapital mobilisieren wollen, um Investitionen in Industrie, Mittelstand, Energie sowie Start-ups und Scale-ups anzustoßen. Dabei ging es auch um die ersten bereits angestoßenen Finanzierungen und den geplanten Ausbau der Instrumente, um Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit trotz des anhaltenden Drucks auf energieintensive Branchen zu stärken.

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