Deutschlands UN-Zahlungen sinken 2025 im Zuge der Haushaltskonsolidierung

Deutschlands UN-Zahlungen sinken 2025 im Zuge der Haushaltskonsolidierung
UN-Zahlungen 2025 sinken

Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen im multilateralen System gehen die Zahlungen der Bundesregierung an die Vereinten Nationen nach dem Höchststand von 2024 im Folgejahr zurück. Für 2024 summieren sich die Beiträge auf 4,155 Milliarden Euro, für 2025 auf 3,241 Milliarden Euro, während Deutschland nach Regierungsangaben zugleich ein zentraler Geldgeber im VN-System bleibt.

Das Wichtigste

  • Deutschlands Zahlungen an das VN-System sinken 2025 im Rahmen der Haushaltskonsolidierung von 4,155 Mrd. Euro auf 3,241 Mrd. Euro.
  • Deutschland war 2024 viertgrößter Beitragszahler am regulären UN-Haushalt und zweitgrößter freiwilliger Geber im VN-System insgesamt.
  • Bericht benennt zunehmende geopolitische Belastungen durch Russlands Angriff auf die Ukraine, Chinas parallele Institutionen und drastische Kürzungen der US-Beiträge ab 2025.

Bericht der Bundesregierung zu Beiträgen und Rolle im VN-System

Wie Bundestag unter Berufung auf den als Unterrichtung vorliegenden Bericht der Bundesregierung zur Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinten Nationen berichtet, belaufen sich die Gesamtzahlungen 2024 auf 4,155 Milliarden Euro und 2025, im Zuge der Konsolidierung des Bundeshaushalts, auf 3,241 Milliarden Euro.

Dem Bericht zufolge ist Deutschland beim regulären Haushalt der Vereinten Nationen der viertgrößte Beitragszahler. Über freiwillige Beiträge ist die Bundesrepublik im Jahr 2024 zudem der zweitgrößte Geber an das VN-System insgesamt gewesen.

Geopolitische Belastungen für den Multilateralismus

Für den Berichtszeitraum 2024/2025 schreibt die Bundesregierung, dass sich Tendenzen verstärken, mit denen Großmächte das gemeinsame System der Friedenssicherung, der nachhaltigen Entwicklung und des Menschenrechtsschutzes schwächen.

Russland greift nach Darstellung der Bundesregierung mit seinem fortgesetzten Angriffskrieg gegen die Ukraine das Fundament der internationalen Ordnung an. Zugleich richte sich der von China vorangetriebene Aufbau paralleler Global-Governance-Institutionen und Initiativen gegen das etablierte System, während die U.S.-Regierung, die im Januar 2025 ihr Amt antrat, den Austritt aus mehreren VN-Organisationen erklärt habe und ihre finanziellen Beiträge an das VN-System drastisch zurückfahre.

Die Bundesregierung betont zugleich, dass sie sich diesen Herausforderungen stelle und auch aus eigenem Interesse an ihrem multilateralen Kompass festhalte.

In unserem früheren Artikel zum Streit um das Auswahlverfahren für die Nachfolge an der Spitze der Vereinten Nationen haben wir beleuchtet, wie Annalena Baerbock zusätzliche Anhörungen aller Kandidaten vor der Generalversammlung fordert, bevor der Sicherheitsrat in die entscheidende Phase geht. Dabei wurde deutlich, dass die Vetomächte – insbesondere die U.S. und Russland – dieses Vorgehen kritisieren und der Machtkampf um das Verfahren auch geopolitische Auswirkungen haben kann.

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