WTI-Rohölpreis steigt über 73 $, da die Spannungen im Nahen Osten die Risikoprämie hoch halten
Die WTI-Rohölpreise kletterten am Dienstag um mehr als 1 % und stiegen kurzzeitig über die Marke von 73 $ pro Barrel, da die geopolitischen Bedenken nach den erneuten israelischen Luftangriffen auf die iranische Hauptstadt zunahmen. Die Angriffe umfassten Angriffe auf wichtige Mediengebäude und erfolgten, nachdem US-Präsident Donald Trump die Evakuierung Teherans gefordert hatte.
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Wichtigste Highlights
- WTI-Rohöl steigt um mehr als 1 % auf über 73 $, da sich der Konflikt zwischen Israel und dem Iran verschärft.
- Geopolitische Spannungen in der Straße von Hormuz und politische Maßnahmen der OPEC+ erhöhen die Marktvolatilität.
- Die IEA korrigiert die Ölnachfrage nach unten und erhöht gleichzeitig die Angebotsprognose, wodurch die Aufwärtsdynamik gebremst wird.
Die WTI-Rohölpreise kletterten am Dienstag um mehr als 1 % und stiegen kurzzeitig über die Marke von 73 $ pro Barrel, da die geopolitischen Bedenken nach den erneuten israelischen Luftangriffen auf die iranische Hauptstadt zunahmen. Die Angriffe umfassten Angriffe auf wichtige Mediengebäude und erfolgten, nachdem US-Präsident Donald Trump die Evakuierung Teherans gefordert hatte. Obwohl der Iran Interesse an einer Deeskalation und möglichen Atomverhandlungen signalisierte, blieb der Markt nervös. Der Montag war von extremer Preisvolatilität geprägt, wobei Rohöl innerhalb einer Spanne von 8 $ schwankte, bevor es sich nach unten bewegte, da die Händler die wechselnden Schlagzeilen verdauten.

USOIL-Preisdynamik (Quelle: TradingView)
Zwar wurde keine Unterbrechung der physischen Ölströme gemeldet, doch die Angst vor einem Konflikt um die Straße von Hormuz ist nach wie vor groß. Rund 19 Millionen Barrel Rohöl und raffinierte Produkte werden täglich durch diesen strategischen Engpass transportiert. Die Marktteilnehmer reagierten auch auf Berichte über elektronische Kriegsführung und eine Schiffskollision in der Nähe, obwohl Analysten die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Sperrung weiterhin herunterspielen und auf die wirtschaftliche Abhängigkeit des Iran von Ölexporten verweisen.
OPEC+-Dynamik und makroökonomische Querströmungen
Die geopolitische Risikoprämie wird gegen schwächere Fundamentaldaten abgewogen. Die Internationale Energieagentur senkte ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage um 20.000 Barrel pro Tag und erhöhte gleichzeitig ihre Angebotsprognose um 200.000 Barrel pro Tag. Dies deutet darauf hin, dass der Aufbau der Lagerbestände in naher Zukunft wieder aufgenommen werden könnte, sofern es nicht zu einer wesentlichen Störung kommt. In der Zwischenzeit könnte die bevorstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank zusätzlichen Druck auf den Ölpreis ausüben, wobei die Erwartungen eines stärkeren Dollars den Aufwärtstrend des Rohöls begrenzen könnten.
Dennoch bleibt das kurzfristige Preisgeschehen aus technischer Sicht optimistisch, da sich WTI über seinen wichtigsten gleitenden Durchschnitten hält. Ein bestätigter Ausbruch über die 76,57 $-Marke ist nach wie vor erforderlich, um den nächsten Aufwärtstrend fortzusetzen, obwohl Händler in Ermangelung eines eindeutigen Katalysators vorsichtig bleiben.
In früheren Berichten wiesen wir darauf hin, dass sich WTI-Rohöl inmitten eines Tauziehens zwischen Angebotssorgen und nachlassender Nachfrage zwischen $ 67 und $ 72 konsolidiert. Die jüngste Rallye unterstreicht die Rolle der geopolitischen Schlagzeilen, die vorübergehend die schwachen Fundamentaldaten überlagern. Solange es nicht zu einem Ausbruch oder einer erneuten Angebotsstörung kommt, dürfte die Schwankungsbreite bestehen bleiben.
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