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LVMH-Aktie konsolidiert bei € 472, da sich das Einzelhandelswachstum in wichtigen Märkten verlangsamt

LVMH-Aktie konsolidiert bei € 472, da sich das Einzelhandelswachstum in wichtigen Märkten verlangsamt
Starke Verschlechterung im Segment Weine & Spirituosen lässt Schlimmes befürchten

Am 18. August wird die LVMH-Aktie bei 472,50 € gehandelt, was einem Rückgang von 0,75 % in den letzten 24 Stunden entspricht und die anhaltende Schwäche im Luxussegment sowie die Vorsicht der Anleger hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Margen widerspiegelt.

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Höhepunkte

- LVMH notiert bei € 472 und damit unter den wichtigsten gleitenden Durchschnitten, was auf eine anhaltende technische Schwäche hindeutet.

- Die Nachfrage nach Luxusgütern ist bei vermögenden Verbrauchern nach wie vor ungebrochen, aber die Vorsicht des Gesamtmarktes begrenzt den Aufwärtstrend.

- Die Aktie dürfte sich in nächster Zeit in einer Handelsspanne bewegen, mit einer Unterstützung bei 470 € und einem Widerstand bei 490 €.

Aus Sicht der gleitenden Durchschnitte bleibt der kurzfristige Trend negativ. Die Aktie wird unter ihrem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt von 489 € und deutlich unter ihrem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt von 519 € gehandelt, was das Vorhandensein eines anhaltenden Abwärtstrends bestätigt. Momentum-Indikatoren wie der Relative Strength Index (RSI) sind unter 45 gesunken, was darauf hindeutet, dass sich LVMH noch nicht im überverkauften Bereich befindet, sich diesem aber nähert. Das Volumen ist ebenfalls leicht zurückgegangen, was darauf hindeutet, dass auf dem aktuellen Niveau keine starke Kaufüberzeugung vorhanden ist.

Die Unterstützung liegt eindeutig bei 470 €, die seit Ende Juli bei mehreren Tests gehalten hat. Ein Durchbruch unter diese Marke könnte zu einer Bewegung in Richtung 460 € führen, wo die nächste Nachfragelinie auftauchen könnte. Der Widerstand befindet sich bei 485 €, wobei ein Ausbruch über diesen Bereich erforderlich ist, um eine nennenswerte Short-Eindeckung oder Erholung einzuleiten.

Kursdynamik der LVMH-Aktie (Juni 2025 - August 2025). Quelle: TradingView

Trotz der schwachen technischen Lage bleibt die Bewertung der Aktie relativ stabil. LVMH wird mit einem Forward-KGV von etwa 20,5x gehandelt, was dem 5-Jahres-Durchschnitt entspricht. Das PEG-Verhältnis liegt jetzt jedoch über 3,0, was darauf hindeutet, dass das Gewinnwachstum möglicherweise nicht ausreicht, um die aktuelle Bewertung zu rechtfertigen, wenn sich die makroökonomischen Bedingungen verschlechtern.

Widerstandsfähigkeit im Luxussektor gleicht Krise bei Wein und Spirituosen aus

Die Stimmung der Anleger gegenüber LVMH wird derzeit von zwei gegensätzlichen Entwicklungen bestimmt. Auf der einen Seite bleibt die Nachfrage nach Luxus mit Erlebnischarakter stark, angetrieben von einer robusten Basis vermögender Verbraucher in den USA, China und dem Nahen Osten. Die aggressive Expansion von LVMH in den Erlebniseinzelhandel, wie z.B. die Eröffnung eines Louis Vuitton-Flagship-Stores in Shanghai, der wie ein Ozeandampfer gestaltet ist, sorgt weiterhin für ein starkes Engagement der Marke. Der Geschäftsbereich Mode und Lederwaren von LVMH, angeführt von Louis Vuitton und Dior, verzeichnete im ersten Halbjahr 2025 ein stabiles Wachstum, was die Fähigkeit der Gruppe unterstreicht, ihre Preissetzungsmacht trotz des wirtschaftlichen Gegenwinds zu bewahren.

Andererseits gibt eine deutliche Verschlechterung im Segment Weine & Spirituosen Anlass zur Sorge. Moët Hennessy hat sich von einem jährlichen Cashflow von über 1 Milliarde Euro im Jahr 2019 zu einem Cashflow von 1,5 Milliarden Euro im Jahr 2024 entwickelt. Zu den Ursachen gehören zu aggressive Preisstrategien, interne kulturelle Konflikte und kostspielige Akquisitionen, die sich nicht rentiert haben. Diese schwache Leistung hat einige Analysten dazu veranlasst, die langfristige strategische Eignung des Segments innerhalb des Konzerns in Frage zu stellen.

Darüber hinaus haben sich die jüngsten Diskussionen über eine mögliche Ausgliederung des Geschäftsbereichs Weine & Spirituosen noch nicht konkretisiert, was zu einer Verunsicherung der Anleger führt. LVMH-CEO Bernard Arnault hat bisher an der Integration des Spirituosengeschäfts festgehalten, trotz interner Forderungen nach einer operativen Trennung.

Preisprognose und Risikoszenarien

Der Kurs der LVMH-Aktie dürfte so lange in einer Bandbreite verharren, bis es klare Anzeichen für eine Erholung der Rentabilität des Spirituosengeschäfts oder eine weitere Verschlechterung der Verbraucherstimmung gibt. Die Volatilität könnte kurzfristig erhöht bleiben, da die Händler auf Makrodaten und sektorspezifische Schlagzeilen reagieren.

Sollte die Gruppe die Expansion im Einzelhandel erfolgreich umsetzen und das HNW-Segment stabil bleiben, könnte LVMH seinen gleitenden 50-Tage-Durchschnitt zurückerobern und die 500-Euro-Marke testen. Eine starke Q3-Performance in der Mode- und Lederwarenbranche würde den notwendigen Katalysator für diese Entwicklung liefern.

Die unterdurchschnittliche Performance von LVMH im Jahr 2025 ist zum Teil auf die wiederauflebenden Handelsspannungen zwischen den USA und der EU zurückzuführen, wobei neue Zölle die Kosten für Luxusimporte zusätzlich belasten. Selbst bei einer Obergrenze von 15 % könnte die Änderung der Politik Luxusunternehmen jährlich bis zu 7,5 Milliarden Euro kosten und die Margen und Preisstrategien belasten.

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