EUR/USD-Kurs erreicht angesichts der Verzögerung der Fed-Zinserhöhung und des NFP-Berichts ein neues 3-Jahres-Tief
Das Währungspaar EUR/USD steht erneut unter Verkaufsdruck, da der US-Dollar weiterhin von der Zurückhaltung der US-Notenbank bei Zinssenkungen profitiert. Am 8. Januar sank EUR/USD auf ein Dreiwochentief von 1,02760, doch der Rückgang des Paares wurde am folgenden Tag gestoppt und bot eine vorübergehende Atempause.
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Im heutigen europäischen Handel steht das Paar jedoch erneut unter Abwärtsdruck. Ein weiterer Rückgang könnte das Paar auf ein neues Fünf-Tage-Tief unterhalb des Tiefs vom 8. Januar und möglicherweise sogar auf ein neues Drei-Jahres-Tief bei 1,02200 fallen lassen.
EUR/USD-Kursdynamik (November 2024-Januar 2025). Quelle: TradingView
Der derzeitige Kursrückgang ist auf die Entscheidung der Federal Reserve zurückzuführen, eine Zinssenkung aufzuschieben. Mehrere Fed-Vertreter, wie Susan Collins von der Federal Reserve Bank of Boston, betonten, dass angesichts der anhaltenden Inflation und politischen Unsicherheit Vorsicht geboten sei. Diese Kommentare gaben den Händlern Anlass, den Greenback zu bevorzugen, was den Verkaufsdruck auf den Euro erhöhte.
Die von Eurostat veröffentlichten Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen in der Eurozone ergaben für November einen Anstieg um 1,2 % gegenüber dem Vorjahr, nachdem im Oktober ein revidierter Anstieg um 2,1 % verzeichnet worden war. Die Daten konnten den Euro jedoch nicht beflügeln, und der Markt konzentrierte sich auf die politischen Aussichten der Europäischen Zentralbank (EZB). Trotz einiger positiver Nachrichten haben die vorläufigen Daten zum Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) der Eurozone für Dezember die Erwartungen an eine drastische Zinssenkung der EZB gedämpft, was die Verluste von EUR/USD kurzfristig begrenzen könnte.
EUR/USD-Kursvorhersage: RSI und EMA signalisieren weiteren Abwärtsdruck
Aus technischer Sicht sind sowohl der Relative Strength Index (RSI) auf dem Tages- als auch auf dem 4-Stunden-Chart rückläufig, da der RSI unter der mittleren Marke von 50 verbleibt, was die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Abwärtsbewegung von EUR/USD verstärkt. Auf der 4-Stunden-Chart werden jegliche Aufwärtsversuche wahrscheinlich auf erheblichen Widerstand durch den 100 EMA und den absteigenden Channel stoßen.
Die weitere Kursentwicklung von EUR/USD wird von den anstehenden US-Arbeitsmarktdaten und allgemeineren Wirtschaftssignalen abhängen. Sollte der NFP-Bericht die Erwartungen übertreffen, könnte der Dollar noch mehr an Zugkraft gewinnen und den Euro unter Druck setzen. Andererseits könnten alle Anzeichen einer wirtschaftlichen Abschwächung in den USA eine vorübergehende Erleichterung für EUR/USD bedeuten.
Der US-Dollar erhielt Unterstützung, da die US-Notenbank ihre vorsichtige Haltung bezüglich einer weiteren Lockerung der Geldpolitik beibehielt. Dies belastete den Rückgang von EUR/USD, der bis zum 9. Januar anhielt und beim europäischen Handel bei 1,02990 lag.
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