Goldpreis-Prognose: XAU steigt aufgrund einer Rekordrallye, die durch die Hoffnung auf Fed-Kürzungen und Handelssorgen angeheizt wird
Der Goldpreis setzte seine Rekordjagd am Dienstag fort und kletterte über die Marke von $ 4.200 pro Unze, da die Anleger angesichts der eskalierenden Spannungen zwischen den USA und China und der wachsenden Erwartung weiterer Zinssenkungen der Federal Reserve Sicherheit suchten. Das Metall befindet sich seit Ende August in einem anhaltenden Aufwärtstrend, der durch eine Konvergenz von makroökonomischem Stress und einer starken technischen Dynamik angetrieben wird, die weiterhin institutionelle Zuflüsse anzieht.
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Höhepunkte
- Gold erreicht aufgrund der Nachfrage nach sicheren Häfen Rekordhöhen von über 4.200 $.
- Powells Äußerungen zum schwachen Beschäftigungswachstum lassen die Erwartungen auf eine Zinssenkung der Fed steigen.
- Die technische Struktur spricht für weitere Zuwächse in Richtung $4.250-$4.300.
Auf den Charts bleibt Gold fest innerhalb eines steigenden parallelen Kanals, der seinen Anstieg seit fast zwei Monaten steuert. Der jüngste Anstieg erfolgte nach einer erfolgreichen Verteidigung der Zone zwischen $ 4.060 und $ 4.100, wo die Mittellinie des Kanals mit dem Supertrend-Indikator bei $ 4.083 übereinstimmte. Die Parabolic SAR-Punkte, die jetzt unter 4.136 $ liegen, bestätigen das anhaltende zinsbullische Momentum.

Dynamik des Goldpreises (Quelle: TradingView)
Jeder Rückschlag in diese Zone wurde mit neuen Käufen beantwortet, was die Widerstandsfähigkeit des Marktes unterstreicht. Solange die Preise innerhalb dieser steigenden Struktur bleiben, bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend intakt. Die unmittelbare Unterstützung liegt bei 4.100 $, gefolgt von einer stärkeren Nachfrage bei 4.065 $. Ein nachhaltiges Halten über diesen Niveaus würde die Tür für einen weiteren Vorstoß in Richtung 4.250 $ und möglicherweise 4.300 $ offen halten. Da der Preis jetzt jedoch die obere Begrenzung des Kanals testet, ist eine kurzfristige Konsolidierung vor dem nächsten Anstieg nicht auszuschließen.
Makroökonomischer Rückenwind stärkt die Nachfrage
Die Rallye wird durch die weltweite Unsicherheit verstärkt. Die zunehmenden Spannungen zwischen Washington und Peking haben die Risikoaversion wieder aufleben lassen, da die USA mit neuen Handelsmaßnahmen drohen und China Sanktionen gegen amerikanische Verbündete verhängt hat. In der Zwischenzeit hat der anhaltende Stillstand der US-Regierung das Unbehagen der Anleger noch verstärkt und eine Flucht in sichere Anlagen ausgelöst.
Die jüngsten Äußerungen des Vorsitzenden der US-Notenbank Jerome Powell zum verlangsamten Beschäftigungswachstum waren ein weiterer Katalysator, da die Märkte zunehmend zwei weitere Zinssenkungen vor Jahresende einpreisen. Die Verschiebung der geldpolitischen Erwartungen hat den Dollar geschwächt und die Renditen von Staatsanleihen gesenkt, was die Attraktivität von renditeschwachen Anlagen wie Gold erhöht hat. Da die Zentralbanken weltweit ihre akkommodierende Haltung beibehalten, haben sich institutionelle Anleger dem Metall zugewandt, das sowohl als Absicherung gegen politische Unsicherheiten als auch als Wertaufbewahrungsmittel in volatilen Märkten dient.
Ausblick
Der nächste Test für Gold besteht darin, ob es sich über der Marke von 4.200 $ halten kann. Ein entscheidender Ausbruch könnte den Weg für eine weitere Erholung in Richtung 4.250-$4.300 $ ebnen, während ein Rückgang in Richtung 4.060-$4.100 $ wahrscheinlich eine routinemäßige Konsolidierung innerhalb eines breiteren Aufwärtstrends darstellen würde. Die langfristige technische Struktur ist nach wie vor eindeutig zinsbullisch und wird durch starke Fundamentaldaten und eine anhaltende Nachfrage nach sicheren Häfen unterstützt.
Zuvor hatten wir darauf hingewiesen, dass der Ausbruch des Goldpreises über die 4.100 $-Marke den Beginn einer ausgedehnten Aufwärtsphase signalisiert, die durch makroökonomische Risiken und Lockerungserwartungen unterstützt wird. Diese Einschätzung gilt nach wie vor, da das Metall jetzt tief in unbekanntem Terrain gehandelt wird und die Anlegerstimmung mit überwältigender Mehrheit für einen weiteren Anstieg spricht. Sofern nicht ein politischer oder geopolitischer Wandel die Ströme in sichere Häfen abkühlt, dürfte sich die Aufwärtsdynamik von Gold im vierten Quartal fortsetzen.
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