EUR/USD-Preisprognose 2026: Dollar-Stärke hält Euro unter Druck
Der Euro fiel am Dienstag gegenüber dem Dollar auf 1,1625 und verzeichnete damit den dritten Tag in Folge Kursverluste, während der Dollar aufgrund der sich verbessernden Handelsstimmung und der Hoffnung auf eine Lösung für den Stillstand der US-Regierung zulegte. Der Rückgang folgt auf die Erholung der letzten Woche bis auf 1,1728, die jedoch angesichts der erneuten Nachfrage nach dem Dollar im Vorfeld der geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank in der kommenden Woche schnell wieder an Fahrt verlor.
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Höhepunkte
- Euro sinkt auf 1,1625, da Dollar-Stärke die Marktstimmung beeinflusst.
- Für nächste Woche wird eine Zinssenkung der Fed um 25 Basispunkte erwartet.
- Die wichtigste Unterstützung liegt bei 1,1628, der Widerstand bei 1,1680-1,1730.
Die Märkte erwarten, dass die Zentralbank die Zinssätze um 25 Basispunkte senken wird, und Händler stellen sich auf potenzielle Volatilität im Umfeld dieses Ereignisses ein.
Technisches Setup deutet auf anhaltende Abwärtstendenz hin
Aus technischer Sicht steht EUR/USD weiterhin unter Druck, nachdem es unter seinen 20- und 50-periodischen exponentiellen gleitenden Durchschnitt um 1,1650 gefallen ist. Die Paarung hat sich von dem 0,382 Fibonacci-Retracement bei 1,1684 zurückgezogen, das während der Erholung in der letzten Woche als Widerstand fungierte. Der Kurs testet nun das 0,236-Retracement bei 1,1628, einen wichtigen Unterstützungsbereich, der mit der Basis der jüngsten Korrektur übereinstimmt.

EUR/USD-Kursdynamik (Quelle: TradingView)
Ein klarer Durchbruch unter diese Marke könnte die Verluste in Richtung 1,1580 und dem Oktobertief bei 1,1540 beschleunigen. Umgekehrt wird jede Erholung auf unmittelbaren Widerstand bei 1,1680 stoßen, gefolgt von 1,1730, wo der Fib-Cluster und die gleitenden Durchschnitte zusammenlaufen. Der Relative Strength Index ist auf 43 zurückgefallen, nachdem er sich nicht über 55 halten konnte, was auf ein nachlassendes zinsbullisches Momentum hindeutet und die rückläufige Tendenz verstärkt.
Die absteigende Trendlinie vom September-Hoch bei 1,19 begrenzt weiterhin Erholungen, was darauf hindeutet, dass der allgemeine Trend weiterhin für den Dollar spricht, sofern der Euro nicht entscheidend die 1,17 zurückerobert.
Makroökonomische Faktoren verstärken das Momentum des Dollars
Aus fundamentaler Sicht ist die erneute Stärke des Dollars auf eine Kombination aus einer verbesserten Risikostimmung und besser als erwarteten Entwicklungen an der politischen Front zurückzuführen. Die jüngsten Äußerungen von Präsident Trump, dass ein "faires Abkommen" mit China in Reichweite sei, haben den Optimismus hinsichtlich einer Lösung des langwierigen Handelsstreits gestärkt. Unterdessen signalisierten Beamte des Weißen Hauses Fortschritte bei der Beendigung des Stillstands der Bundesregierung, was das Vertrauen in die kurzfristigen Wirtschaftsaussichten der USA stärkte.
Auf der europäischen Seite bleiben die Wirtschaftsdaten verhalten. Die deutschen Erzeugerpreise sind den dritten Monat in Folge gesunken und unterstreichen den deflationären Druck, der auf der Region lastet. Die anhaltende Schwäche der Industriekonjunktur und die gedämpften Inflationserwartungen schränken die Attraktivität des Euro weiterhin ein, zumal die Anleger mit einer weiteren Divergenz zwischen der Politik der Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank rechnen.1,1628 ist nach wie vor die wichtigste technische Marke, die es zu beachten gilt. Ein Durchbruch unter diese Schwelle könnte die Verluste in Richtung 1,1539 ausweiten, wo die nächste wichtige Basis liegt. Umgekehrt könnte eine anhaltende Stärke oberhalb von 1,1680 eine kurzfristige Kurskorrektur auslösen, auch wenn das allgemeine Momentum weiterhin für den Dollar spricht.
EUR/USD-Kursprognose für 2026
Mit Blick auf die Zukunft stellt sich vor allem die Frage, ob EUR/USD die Marke von 1,17 zurückerobern kann. Ohne einen entscheidenden Durchbruch über diese Marke wird die allgemeine Tendenz wahrscheinlich weiterhin zugunsten des Dollars ausfallen. Kurzfristig bleibt die Unterstützung bei 1,1628 kritisch, während ein Durchbruch den Bereich um 1,1539 als nächste Basis freilegen könnte.
Für 2026 deuten die Prognosen auf anhaltende Herausforderungen für den Euro hin, sofern sich die Wachstumsdynamik in der Eurozone nicht deutlich verbessert. Die Widerstandsfähigkeit des Dollars, die durch politische Divergenzen und stärkere Fundamentaldaten in den USA unterstützt wird, dürfte das Paar belasten. Eine nachhaltige Erholung in Richtung 1,18-1,19 erfordert sowohl bessere europäische Daten als auch Anzeichen einer politischen Lockerung in den USA.
Wie bereits in früheren Analysen erörtert, wird EUR/USD nach wie vor eher von der Dynamik des Dollars als von der Widerstandsfähigkeit des Euro bestimmt. Die bevorstehende Entscheidung der Fed sowie die laufenden Handelsverhandlungen zwischen den USA und China werden wahrscheinlich die kurzfristige Volatilität bestimmen.
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