EUR/USD stabilisiert sich bei $1,16, da Händler den Ton der EZB und die Stärke des Dollars abwägen
Der Euro hielt sich am Mittwoch knapp über der Marke von $ 1,16 gegenüber dem US-Dollar und zeigte nur begrenzte Bewegungen, da die Anleger die Äußerungen der Europäischen Zentralbank im Vorfeld der geldpolitischen Blackout-Periode und einen festeren Dollar aufgrund der nachlassenden Handelsspannungen zwischen den USA und China bewerteten. Das Paar wird weiterhin innerhalb einer engen Spanne gehandelt, was das Zögern der Märkte angesichts der konkurrierenden politischen und makroökonomischen Kräfte widerspiegelt.
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Höhepunkte
- Euro hält sich in der Nähe von $ 1,16 bei gemischter Stimmung und Dollar-Resistenz.
- EZB-Kommentare und Gespräche zwischen den USA und China bestimmen die kurzfristige Richtung.
- Die wichtigste Unterstützung liegt bei $1,158, der Widerstand bei $1,166.
Technisch gesehen steht EUR/USD weiterhin unter Abwärtsdruck, nachdem es Anfang des Monats nicht gelungen war, die Gewinne über 1,18 auszubauen. Die Unfähigkeit des Paares, sich über dem 0,618 Fibonacci-Retracement bei 1,177 zu halten, ließ es unter wichtigen kurzfristigen Durchschnittswerten zurück. Der exponentielle gleitende 20-Tage-Durchschnitt bei 1,1665 dient nun als unmittelbarer Widerstand, während der 50-Tage-Durchschnitt bei 1,1664 diese Barriere verstärkt. Auf der Abwärtsseite hat sich der Kurs bei 1,1582 stabilisiert, aber ein Durchbruch unter diese Zone könnte zu einem Test des 200-Tage-EMA bei 1,1381 führen.

EUR/USD-Kursdynamik (Quelle: TradingView)
Auch die Momentum-Indikatoren deuten auf eine Abschwächung hin. Der RSI ist auf 43 und damit unter den neutralen Schwellenwert von 50 gerutscht, was darauf hindeutet, dass die Verkäufer weiterhin die Kontrolle haben. Für eine Umkehr wäre ein Schlusskurs über dem Bereich 1,165-1,167 erforderlich, was den Weg in Richtung 1,177 und 1,183 öffnen würde. Gelingt es nicht, sich über 1,158 zu halten, könnten sich die Verluste in Richtung 1,154 und möglicherweise 1,138 beschleunigen, wo die langfristige Unterstützung mit den historischen Nachfrageniveaus übereinstimmt.
Politische Hinweise und makroökonomischer Hintergrund bestimmen die Stimmung
Die fundamentale Dynamik bleibt für die Aussichten des Euro von zentraler Bedeutung. Die Händler konzentrieren sich auf die bevorstehenden Kommentare der EZB, da die Bank vor der nächsten Sitzung in ihre Ruhephase eintritt. Die Märkte preisen bereits eine potenzielle Zinssenkung um 25 Basispunkte bis Mitte 2026 ein, so dass die Erwartungen für eine dovishe künftige Ausrichtung intakt bleiben. Auf der anderen Seite des Atlantiks findet der US-Dollar weiterhin Unterstützung durch die sich verbessernde Handelsstimmung, die durch das geplante Treffen von Finanzminister Scott Bessent mit dem chinesischen Vizepremier He Lifeng in Malaysia gestützt wird. Ziel der Gespräche ist es, die Spannungen abzubauen und eine weitere Zolleskalation zu verhindern.
Darüber hinaus hat der Optimismus über ein baldiges Ende des Stillstands der US-Regierung dazu beigetragen, die allgemeine Risikostimmung zu stabilisieren. Die Aussage von Präsident Trump, dass eine Lösung "in Reichweite" sei, trug zu einer leichten Dollarstärke bei und ließ den Euro in der Defensive. In der Zwischenzeit haben schwache Daten aus der Eurozone, einschließlich eines weiteren monatlichen Rückgangs der deutschen Erzeugerpreise, wenig dazu beigetragen, das Vertrauen in die Wachstumsaussichten der Region zu stärken.
Ausblick
Wie in früheren Analysen beschrieben, befindet sich der Euro weiterhin in einem Haltemuster, das durch technische Widerstände und makroökonomische Unsicherheit geprägt ist. Die Spanne von 1,158-1,166 ist zum entscheidenden Schlachtfeld für die kurzfristige Richtung geworden. Ein Durchbruch über den Widerstand könnte das Aufwärtsmomentum in Richtung 1,18 wiederbeleben, aber die anhaltende Dollarstärke und schwache europäische Daten halten die Abwärtsrisiken hoch.
Vorerst werden Händler wahrscheinlich vorsichtig bleiben, bis sowohl von der EZB als auch von der Federal Reserve klarere politische Signale kommen. Die nächste Entwicklung von EUR/USD wird davon abhängen, wie die Zentralbanken die Inflationsrisiken gegen das sich verlangsamende Wachstum abwägen, wobei die Handelsverhandlungen und die politischen Entwicklungen in den USA eine weitere Ebene der Komplexität hinzufügen.
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