EUR/USD-Kurs hält sich bei $1,1625, da EZB-Kommentare und Handelsoptimismus die Stimmung anheben

EUR/USD-Kurs hält sich bei $1,1625, da EZB-Kommentare und Handelsoptimismus die Stimmung anheben
Euro stabilisiert sich bei 1,1625, da Äußerungen der EZB und Fortschritte im Handel zwischen den USA und China die Stimmung stützen.

Die Euro-Dollar-Paarung pendelte am Montag um die Marke von 1,1625 und verzeichnete damit den vierten Tag in Folge Kursgewinne, da die Anleger die dovishen Äußerungen der Europäischen Zentralbank gegen die sich verbessernde Stimmung im Welthandel abwägten. Der ruhige Anstieg des Paares spiegelt den vorsichtigen Optimismus wider, mit dem die Märkte in Europa und den USA in eine entscheidende Woche gehen, in der die Veröffentlichung wichtiger Daten und politische Entwicklungen die kurzfristige Richtung bestimmen dürften.

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Höhepunkte

- Euro stabilisiert sich bei 1,1625, da die EZB keine weitere Straffung signalisiert.

- Die deutschen IFO-Daten und die US-Inflationsdaten werden als neue Anhaltspunkte betrachtet.

- Die technische Struktur zeigt Widerstand bei 1,1680; Unterstützung bei 1,1580.

Die Euro-Käufe erhielten Unterstützung, nachdem EZB-Chef José Luis Escrivá erklärte, die Zinssätze der Region seien angesichts der Inflation auf dem Zielniveau "angemessen". Diese Äußerung trug dazu bei, die Bedenken der Märkte hinsichtlich einer weiteren Straffung der Geldpolitik zu zerstreuen, und bestärkte die Ansicht, dass die EZB ihren derzeitigen geldpolitischen Kurs bis zum Jahresende beibehalten wird.

In der Zwischenzeit sorgte der Optimismus im Zusammenhang mit den Handelsgesprächen zwischen den USA und China für weitere Unterstützung für Risikoanlagen. Finanzminister Scott Bessent und der chinesische Vizepremier He Lifeng berichteten von "wesentlichen Fortschritten" bei strittigen Themen wie Exportkontrollen und Schifffahrtsabgaben. Bessent bestätigte außerdem, dass die von Präsident Trump angedrohten 100 %igen Zölle nun "vom Tisch" seien, was eine Deeskalation signalisiert, die die Stimmung im Welthandel verbessern könnte.

Während diese Aussage risikosensiblen Währungen wie dem Euro zugute kommt, bleibt das Potenzial für eine erneute Dollarstärke bestehen. Ein erfolgreiches Abkommen zwischen den USA und China könnte auch die Position des Dollars stärken, wenn die Anleger dies als Stärkung der amerikanischen Wirtschaftskraft ansehen.

Technisches Bild zeigt vorsichtige Erholung

Technisch gesehen konsolidiert sich EUR/USD oberhalb des 0,236 Fibonacci-Retracements bei 1,1628 - ein Niveau, das den ganzen Oktober über als wichtiger Drehpunkt fungiert hat. Die 20- und 50-periodischen exponentiellen gleitenden Durchschnitte (EMAs) bei 1,1620 und 1,1645 bilden die kurzfristige Kampfzone um die Richtung.

EUR/USD-Kursdynamik (Quelle: TradingView)

Ein anhaltender Schlusskurs über dem 50-EMA würde den Weg in Richtung 1,1684 öffnen, wo sich die absteigende Trendlinie und das 0,382 Fibonacci-Retracement schneiden. Weitere Kursgewinne könnten bis 1,1737, dem Retracement von 0,618 und dem Schwunghoch von Mitte Oktober, führen. Auf der Unterseite liegt die Unterstützung bei 1,1620, gefolgt von 1,1580 und dem Oktobertief bei 1,1539 - ein Niveau, das als letzte Verteidigungslinie für die Euro-Bullen gilt.

Die Momentum-Indikatoren sind leicht konstruktiv, wobei der Relative Strength Index (RSI) bei 51 liegt, was auf eine neutrale bis bullische Tendenz ohne Anzeichen einer Erschöpfung hindeutet. Sollte es dem Euro jedoch nicht gelingen, über 1,1650 zu steigen, könnten Gewinnmitnahmen ihn in den Konsolidierungsbereich von 1,1600-1,1580 zurückwerfen.

Politik und makroökonomische Faktoren bestimmen die kurzfristigen Risiken

Die politische Dynamik in Europa könnte die Stimmung erschweren. Berichten zufolge bereitet die Sozialistische Partei Frankreichs ein Misstrauensvotum gegen die vorgeschlagenen Änderungen der Vermögenssteuer vor, was die Stabilität der Regierung auf die Probe stellen könnte, sollte es sich durchsetzen. Die Anleger warten auch auf die deutsche IFO-Konjunkturumfrage, die nach monatelang schwachen Daten aus dem verarbeitenden Gewerbe ein klareres Bild der wirtschaftlichen Lage in der Eurozone liefern wird.

In den USA richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Inflationsdaten im Laufe dieser Woche. Die Prognosen deuten auf einen Wert von über 3 % im Jahresvergleich hin, ein Ergebnis, das die Federal Reserve bei der Beschleunigung von Zinssenkungen zurückhaltend stimmen könnte. Ein höherer Wert würde wahrscheinlich den Dollar stärken und den Euro unter Druck setzen, während eine niedrigere Inflation die Erholung der beiden Währungen verlängern könnte.

Ausblick: Euro steuert im Laufe der datenintensiven Woche auf den Widerstand bei 1,168 $ zu

Wie bereits erwähnt, hängt das kurzfristige Schicksal der EUR/USD-Paarung davon ab, ob sie ihren Schwung oberhalb des Widerstands bei 1,1645-1,1680 aufrechterhalten kann. Die Überwindung dieser Zone würde eine technische Umkehr bestätigen und Raum in Richtung 1,1730 eröffnen. Gelingt es jedoch nicht, das aktuelle Niveau zu halten, besteht die Gefahr, dass das Paar in Richtung 1,1580 und möglicherweise 1,1539 zurückfällt, wenn der Dollar wieder an Stärke gewinnt.

Angesichts wichtiger Datenveröffentlichungen, politischer Risiken und eines Treffens zwischen Trump und Xi am Horizont bleibt der Euro in einem heiklen Gleichgewicht - gefangen zwischen stabilisierenden europäischen politischen Signalen und einem immer noch dominierenden Dollar-Hintergrund.

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