EUR/USD gibt im Vorfeld der Fed-Zinsentscheidung und des EZB-Kurses bei $1,1635 nach

EUR/USD gibt im Vorfeld der Fed-Zinsentscheidung und des EZB-Kurses bei $1,1635 nach
Der Euro schwächt sich bei 1,1635 ab, da die Märkte eine Zinssenkung der Fed und politische Signale der EZB erwarten.

Der Euro gab am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar nach. EUR/USD wurde bei 1,1635 gehandelt, da sich die Anleger auf eine wichtige Zinsentscheidung der Federal Reserve vorbereiteten. Das Währungspaar hatte Mühe, die jüngsten Gewinne aufrechtzuerhalten, da es zwischen den divergierenden Kursen der Zentralbanken und der sich verbessernden Risikostimmung im Zusammenhang mit den Fortschritten im Handel zwischen den USA und China gefangen war. Der Optimismus über ein mögliches Zollabkommen hat den Dollar gestärkt, so dass der Euro im Vorfeld einer entscheidenden politischen Woche in die Defensive geriet.

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Höhepunkte

- EUR/USD bewegt sich in der Nähe von 1,1635, da sich die Märkte auf eine Zinssenkung der Fed einstellen.

- Es wird erwartet, dass die EZB die Zinssätze beibehält, so dass die politische Divergenz weiterhin zum Dollar tendiert.

- Technische Signale deuten auf ein nachlassendes Momentum des Euro unterhalb des wichtigen Widerstands bei 1,17 hin.

EUR/USD bleibt unter einer absteigenden Trendlinie gefangen, die von den September-Höchstständen abgeleitet wurde und nun als fester Widerstand bei 1,17 wirkt. Auf dem Vier-Stunden-Chart kämpft der Kurs gegen den 200-EMA zwischen 1,164 und 1,165 - eine Zone, die in dieser Woche wiederholt Aufwärtsversuche abgewiesen hat. Ein nachhaltiger Durchbruch unter dieses Niveau könnte den Weg in Richtung 1,1628 öffnen, was dem 0,236 Fibonacci-Retracement entspricht, wobei das Oktobertief von 1,1539 das tiefere Ziel darstellt.

EUR/USD-Kursprognose (Quelle: TradingView)

Die Momentum-Indikatoren weisen auf die nachlassende Stärke der jüngsten Euro-Rallye hin. Der RSI ist unter die neutrale 50er-Marke gerutscht, was die nachlassende Kaufüberzeugung unterstreicht. Die Anhäufung der 20-, 50- und 100-Perioden-EMAs in der Nähe von 1,163-1,1645 unterstreicht, dass es sich hier um ein zentrales Schlachtfeld für die kurzfristige Richtung handelt. Ein entscheidender Schlusskurs unter dieser Zone würde die rückläufige Tendenz verstärken, während ein Ausbruch über 1,17 der entscheidende Auslöser für eine Trendwende bleibt.

Politische Divergenz zwischen Fed und EZB im Fokus

Die Märkte gehen weitgehend davon aus, dass die US-Notenbank den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,75 % bis 4,% senken wird. Während die Entscheidung bereits eingepreist ist, werden die Leitlinien des Vorsitzenden Jerome Powell ausschlaggebend dafür sein, ob der Dollar weiter zulegt oder nachgibt. Jeglicher Widerstand gegen weitere Lockerungsmaßnahmen würde den Dollar begünstigen, während dovishe Kommentare dem Euro vorübergehend Erleichterung verschaffen könnten.

Von der Europäischen Zentralbank wird hingegen erwartet, dass sie ihren derzeitigen Kurs auch bei der dritten Sitzung in Folge beibehält. Die Betonung der datenabhängigen Flexibilität durch Präsidentin Christine Lagarde deutet darauf hin, dass man sich nicht im Voraus auf eine Änderung der Politik festlegen will, zumal die jüngsten Indikatoren für die Eurozone eine leichte Stabilisierung zeigen. Das Ausbleiben positiver Überraschungen sorgt dafür, dass die politische Divergenz zugunsten des Dollars ausfällt, was den Gegenwind für den Euro verstärkt.

Geopolitik trägt zur kurzfristigen Unsicherheit bei

Der Kurs des Dollars profitiert auch von den nachlassenden geopolitischen Spannungen. Die Äußerungen von Präsident Trump in dieser Woche über die Senkung von Zöllen im Gegenzug zu chinesischen Verpflichtungen in Bezug auf Fentanylexporte und landwirtschaftliche Käufe haben die Stimmung aufgehellt.

Das erwartete Treffen zwischen Trump und China in Südkorea im Laufe dieser Woche könnte für weiteren Handelsoptimismus sorgen, eine Entwicklung, die in der Vergangenheit den Euro belastet hat, da sich die Anleger von defensiven Währungen abwenden.

Ausblick

Sofern der Euro nicht entscheidend über 1,17 ausbricht, bleibt die kurzfristige Tendenz nach unten gerichtet. Die unmittelbare Unterstützung liegt bei 1,1628 und 1,16, wobei ein tieferer Rückgang in Richtung 1,1540 möglich ist, wenn sich die Dynamik beschleunigt. Umgekehrt könnte eine dovishe Überraschung der Fed, die breite Dollar-Verkäufe auslöst, das Paar in Richtung 1,177 treiben, wo sich das 0,618 Fibonacci-Retracement befindet.

Wie bereits erwähnt, bleibt EUR/USD ein Markt, der eher von externen Kräften als von interner Stärke bestimmt wird. Da sowohl die Fed- als auch die EZB-Sitzungen zusammen mit den sich verändernden Handelsschlagzeilen näher rücken, wird die Volatilität wahrscheinlich zunehmen. Händler werden beobachten, ob der Euro einer weiteren Runde der Dollar-Stärke standhalten kann, oder ob die lang erwartete Klarheit der Politik das Kräfteverhältnis endlich zu seinen Gunsten verschiebt.

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