Nikkei 225 setzt Rebound fort

Nikkei 225 setzt Rebound fort
Nikkei 225 steigt auf 50.254, da starke technische Daten und makroökonomischer Rückenwind eine breitere Erholung unterstützen.

Der Nikkei 225 schloss am Freitag bei 50.254 Punkten und stieg damit um 0,18 Prozent. Der japanische Aktienindex weitete damit seine Erholung von dem Mitte November erlittenen Rückschlag aus und bekräftigte die Stärke seines lang anhaltenden Aufwärtstrends. Der Anstieg kam zustande, da schwächere US-Daten und vorsichtige Äußerungen von Vertretern der Federal Reserve die Erwartungen auf weitere Zinssenkungen wiederbelebten und die globale Risikostimmung verbesserten.

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Höhepunkte

- Nikkei schließt bei 50.254, da die Käufer nach dem Rückschlag im November zurückkehren.

- Der Aufwärtstrend hält sich fest oberhalb der März-Trendlinie, wobei die EMAs in einer zinsbullischen Formation ausgerichtet sind.

- Ein Durchbruch über 50.800 eröffnet den Weg in Richtung 52.000 und neuer Rekordhochs.

Diese Entwicklungen trugen dazu bei, dass sich die Käufer von Dips wieder in japanischen Aktien engagierten, nachdem die Besorgnis über die überzogenen Bewertungen im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz den Index Anfang des Monats kurzzeitig unter Druck gesetzt hatte.

Starke technische Struktur verankert den Index trotz der jüngsten Volatilität

Das technische Bild ist weiterhin von bemerkenswerter Widerstandsfähigkeit geprägt. Der Kurs des Nikkei 225 hält sich weiterhin oberhalb der primären aufsteigenden Trendlinie, die den Aufwärtstrend seit März bestimmt hat, wobei jede Korrektur in diesem Jahr genau an dieser steigenden Unterstützung endete. Der jüngste Pullback von der 52.000er-Region stieß erneut auf Nachfrage in der Nähe der Trendlinie, was einen höheren Tiefststand und eine starke Erholung auslöste, die den Index nun in die Lage versetzt, seine jüngsten Höchststände erneut zu erreichen.

Preisdynamik des Nikkei 225 Index (Quelle: TradingView)

Die gleitenden Durchschnitte untermauern die Stärke der Struktur. Der 20-Tage-EMA bei 49.720, der 50-Tage-EMA bei 48.274 und der 100-Tage-EMA bei 45.799 sind alle nach oben geneigt und befinden sich weiterhin in einer klar zinsbullischen Ausrichtung. Der Nikkei hat seit April nicht mehr unter dem 50-Tage-EMA geschlossen, was die anhaltende Nachfrage unterstreicht. Die Fähigkeit des Index, sich nach dem Ausverkauf im November komfortabel über dem 20-Tage-EMA zu halten, signalisiert, dass die Käufer weiterhin die Kontrolle haben und der allgemeine Trend intakt bleibt.

Die Momentum-Indikatoren bestätigen diese Botschaft. Der RSI ist wieder auf 54 geklettert und hat sich damit aus dem überverkauften Bereich zu Beginn des Novembers erholt und hält sich sicher über seinem Mittelwert. Dies deutet darauf hin, dass die Abwärtsdynamik nachgelassen hat und dass der Markt noch Spielraum nach oben hat, ohne dass die Gefahr einer Erschöpfung besteht.

Inländische Rotation verstärkt sich, da makroökonomischer Rückenwind die Risikobereitschaft erhöht

Die Kursgewinne vom Freitag wurden durch eine gesunde Marktbreite unterstützt. Angeführt wurden die Zuwächse von Mitsui ES Holdings, Kioxia, Mitsubishi Heavy Industries, Advantest und Lasertec, was das erneute Interesse an zyklischen und industriellen Werten widerspiegelt. Diese Rotation steht im Einklang mit sich verbessernden inländischen Wirtschaftsindikatoren. Die Kerninflation in Tokio blieb im November konstant, was die Erwartung aufrechterhält, dass die Bank of Japan eine lang erwartete Zinserhöhung vornehmen wird - möglicherweise die erste seit Jahrzehnten.

Stärker als erwartet ausgefallene Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion trugen zur Unterstützung bei, was darauf hindeutet, dass Japans Wachstumsimpuls intakt bleibt, auch wenn die globalen Märkte mit Volatilität zu kämpfen haben. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,29 Prozent und bestätigte damit, dass die Erholung über die großen Exportunternehmen hinausgeht und von einer breiten Basis japanischer Aktien getragen wird.

Auch das internationale Umfeld spielt eine entscheidende Rolle. Da die Händler weitere Zinssenkungen der Fed für sehr wahrscheinlich halten, werden die Aussichten für den Yen immer wichtiger. Eine allmähliche Aufwertung des Yen könnte den Exporteuren Gegenwind bescheren, aber nachlassende US-Renditen stützen historisch gesehen den Aktienappetit auf breiter Front und tragen dazu bei, die währungsbedingte Belastung des japanischen Aktienmarktes abzufedern.

Die technischen Niveaus bestimmen die nächste Phase, da sich der Index dem Widerstand nähert

Aus charttechnischer Sicht befindet sich der Nikkei nun in einer entscheidenden Zone. Ein Durchbruch über 50.500 bis 50.800 würde den Weg für einen erneuten Test der 52.000er-Marke ebnen, und ein entscheidender Durchbruch durch diese Obergrenze könnte momentumbasierte Käufe auslösen, während der Index seinen Marsch in Richtung neuer Rekordhöhen fortsetzt. Auf der Unterseite bilden die steigende Trendlinie bei 49.500 und der 20-Tage-EMA die erste wichtige Unterstützung. Ein tieferer Rückgang in Richtung des 50-Tage-EMA bei 48.270 wäre nur dann wahrscheinlich, wenn sich die globale Risikostimmung abschwächt oder wenn die Bank of Japan unerwartet hawkistische Kommentare abgibt.

Im Moment spricht alles für eine weitere Aufwärtsbewegung. Der Index behauptet seine Trendlinie, die Momentum-Indikatoren haben sich stabilisiert, die inländischen Daten verbessern sich weiter, und das globale Makroumfeld wird zunehmend günstiger für Risikoanlagen.

In einer früheren Analyse haben wir hervorgehoben, dass die langfristige Trendlinie des Nikkei und seine saubere EMA-Ausrichtung eine starke strukturelle Grundlage bilden. Die Erholung in dieser Woche hat diese Ansicht bestätigt, wobei der Index erneut die steigende Trendlinie respektiert und sich für einen weiteren Versuch, die 52.000er-Marke zu erreichen, positioniert.

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