JPMorgan warnt vor einem möglichen Rückgang des Bitcoin-Kurses angesichts des Konflikts zwischen den USA und dem Iran.

JPMorgan warnt vor einem möglichen Rückgang des Bitcoin-Kurses angesichts des Konflikts zwischen den USA und dem Iran.
JPMorgan-Analysten warnen, dass Bitcoin nach seiner jüngsten Rallye zurückgehen könnte, wenn sich der Konflikt zwischen den USA und dem Iran weiter hinzieht

Die Analysten von JPMorgan haben davor gewarnt, dass der Bitcoin-Kurs trotz seines jüngsten Anstiegs auf rund 74.000 Dollar wieder fallen könnte. Laut der Bank folgen die Marktreaktionen auf geopolitische Konflikte oft ähnlichen Mustern wie während des Krieges Russlands gegen die Ukraine.

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Experten stellten fest, dass die Anleger zu Beginn des Krieges zunächst an Risikoanlagen festhielten. Etwa einen Monat später jedoch - als klar wurde, dass der Konflikt länger andauern und die Inflation aufgrund steigender Energiepreise in die Höhe treiben würde - begannen die Märkte zu fallen. CoinGape berichtete über diese Analyse.

Wie Bitcoin während des Ukraine-Krieges reagierte

Laut dem JPMorgan-Analysten Nikolaos Panigirtzoglou könnte sich dieses Mal ein ähnliches Szenario abspielen. Als der Krieg in der Ukraine begann, stieg Bitcoin zunächst um fast 40 % an, bevor er später um rund 67 % fiel.

Analysten gehen davon aus, dass der Markt erneut einen ähnlichen Verlauf nehmen könnte - eine anfängliche kurzfristige Rallye, die durch die Unsicherheit angetrieben wird, gefolgt von einer Korrektur, falls der Konflikt zwischen den USA und dem Iran länger als erwartet andauert. Einige Experten gehen auch davon aus, dass Bitcoin auf etwa 80.000 Dollar steigen könnte, bevor ein weiterer Abschwung beginnt. Der Mitbegründer von BitMEX, Arthur Hayes, warnte jedoch, dass die derzeitige Rallye ein "Dead Cat Bounce" sein könnte, wenn die US-Aktienmärkte zu fallen beginnen.

ETF-Zuflüsse und Derivate beflügelten die Rallye

Die Analysten von CryptoQuant stellten fest, dass erneute Zuflüsse in US-amerikanische Bitcoin-ETFs eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung der jüngsten Preiserholung gespielt haben. Den Marktdaten zufolge verzeichneten die ETFs am ersten Handelstag nach der Eskalation des Konflikts Nettozuflüsse in Höhe von 458 Mio. USD.

Ein weiterer Faktor war die massenhafte Schließung von Short-Positionen auf dem Derivatemarkt, die einen Short-Squeeze auslöste. Das steigende offene Interesse in Verbindung mit negativen Finanzierungssätzen führte zu umfangreichen Auflösungen von Leerverkäufen, die dazu beitrugen, dass BTC über 70.000 US-Dollar stieg.

Was die On-Chain-Daten zeigen

Die Blockchain-Daten zeichnen derzeit ein gemischtes Marktbild. Das 90-Tage-Verhältnis zwischen realisierten Gewinnen und Verlusten liegt weiterhin unter 1, was auf eine zugrundeliegende Marktschwäche hindeutet. Gleichzeitig ist der Coinbase Premium Index in den positiven Bereich zurückgekehrt, was auf eine erneute Nachfrage nach Bitcoin seitens der US-Anleger hindeutet.

Zuvor wurde auch berichtet, dass der Goldpreis wieder über die Marke von 5.100 $ gestiegen ist, da die erneuten Spannungen mit dem Iran die Nachfrage nach Safe-Haven-Anlagen erhöht haben.

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