Mac-Besitzer im Visier: Infiniti-Malware stiehlt Daten von Krypto-Wallets über das Terminal
Forscher von Malwarebytes haben eine neue bösartige Kampagne entdeckt, die auf MacBook- und Mac-Desktop-Besitzer abzielt. Die Angreifer nutzen eine Social-Engineering-Methode von ClickFix und verwenden gefälschte CAPTCHA-Seiten, die den Cloudflare-Dienst imitieren.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Der Angriff wird über die Domain update-check[.]com eingeleitet, wo Benutzer aufgefordert werden, eine "menschliche Überprüfung" zu bestehen, um auf Inhalte zuzugreifen. Anstelle eines Standardklicks wird das Opfer aufgefordert, einen bestimmten Befehl zu kopieren und in das Systemterminal einzufügen. Diese Manipulation ermöglicht eine vollständige Umgehung der eingebauten macOS-Sicherheitsmechanismen, da der bösartige Code vom Benutzer selbst ausgeführt wird. Die Ausführung des Skripts installiert unbemerkt einen Infostealer der nächsten Generation namens Infiniti Stealer. Diese Kampagne bestätigt, dass Apple-Systeme nicht länger ein "sicherer Hafen" für Krypto-Investoren sind.
Technische Merkmale und versteckte Mechanismen von Infiniti
Infiniti Stealer ist eine ausgeklügelte Malware, die in eine native macOS-Binärdatei kompiliert wurde, was ihre Erkennung durch Antivirenprogramme äußerst schwierig macht. Das Programm arbeitet vollständig im Verborgenen und löst nach der Skriptaktivierung keine Pop-ups oder Systemwarnungen aus. Das Hauptziel des Diebs ist es, sensible Daten aus Browsern und dem Schlüsselbund des Systems zu extrahieren.
Er stellt eine besondere Gefahr für Besitzer von Kryptowährungen dar, da er so konfiguriert ist, dass er automatisch nach Krypto-Wallet-Dateien sucht. Außerdem durchsucht das Programm Entwicklerdateien nach API-Schlüsseln und Passwörtern und macht während des Betriebs Screenshots. Um eine Analyse zu verhindern, überprüft die Malware die Ausführungsumgebung auf virtuelle Maschinen und Sicherheitstools. Alle gestohlenen Daten werden sofort über Telegram an den Remote-Befehlsserver der Angreifer übertragen.
Steigende Bedrohungen für persönliche Geldbörsen und Diebstahlstatistiken
Dieser Vorfall ist Teil eines globalen Trends zunehmender Angriffe auf einzelne Nutzer von Kryptowährungen. Zuvor wurde die GhostClaw-Malware entdeckt, die sich über den npm-Paketmanager verbreitete und etwa 178 Entwickler erfolgreich angriff. Einem Chainalysis-Bericht zufolge erreichte der Gesamtbetrag der gestohlenen Gelder in der Branche im Jahr 2025 die kritische Marke von 3,4 Milliarden US-Dollar.
Vor allem der Anteil der persönlichen Wallet-Hacks stieg von 7,3 % im Jahr 2022 auf einen Rekordwert von 44 % im Jahr 2024. Wäre der Angriff auf die Bybit-Börse nicht in einem ungewöhnlichen Ausmaß erfolgt, hätte der Anteil der Angriffe auf persönliche Speicher im Jahr 2025 bei 37 % gelegen. Die Hacker adaptieren zunehmend Methoden, die bisher nur für Windows charakteristisch waren, auf die Apple-Systemarchitektur. Benutzern wird geraten, äußerste Wachsamkeit walten zu lassen und niemals Code von Drittanbietern in die Systemverwaltungskonsole einzufügen.
Risikoanalyse und Cybersecurity-Trends
Die Migration von ClickFix-ähnlichen Angriffen auf die macOS-Plattform markiert das Ende der Ära "Sicherheit durch Unklarheit" für das Apple-Ökosystem. Analysen zeigen einen rasanten Anstieg der Angriffe auf persönliche Geldbörsen im Jahresvergleich, was einen sofortigen Übergang zu Cold Storage Hardware-Methoden erforderlich macht. Die Verwendung von nativen Binärdateien anstelle von einfachen Skripten erhöht die Überlebensrate von Malware im System um 40-60 % im Vergleich zu analogen Methoden.
Der Gesamtschaden von 3,4 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr unterstreicht, dass die Entwicklung komplexer Software wie Infiniti für Hackergruppen ein höchst profitables Geschäft ist. Die praktische Bedeutung dieser Nachricht liegt in der Notwendigkeit einer strikten digitalen Hygiene: keine Befehle aus ungeprüften Webquellen ausführen. Angesichts eines Anteils von 44 % an der Kompromittierung persönlicher Geldbörsen bleibt der Faktor Mensch das schwächste Glied beim Schutz digitaler Werte.
Kürzlich haben wir berichtet, dass Google-Experten ein neues iPhone-Hacking-Tool entdeckt haben , das bereits von Krypto-Betrügern genutzt wird. Über Schwachstellen in Apple-Smartphones können sich Angreifer Zugang zu Krypto-Wallets und persönlichen Daten der Nutzer verschaffen. Wenn selbst das iPhone nicht mehr als sicher angesehen werden kann, wo sollen dann die digitalen Vermögenswerte gespeichert werden?
Neueste crypto Nachrichten
- Forex
- Crypto