Oleksii Zaichenko

Deutschlands Gastgewerbeumsatz sinkt im August gegenüber Vormonat

Deutschlands Gastgewerbeumsatz sinkt im August gegenüber Vormonat
Gastgewerbeumsatz sinkt erneut

Nach dem Anstieg im Juli gibt das deutsche Gastgewerbe im August 2026 auf bereinigter Basis wieder nach. Während die Erlöse gegenüber dem Vorjahresmonat nominal zulegen, weist die preisbereinigte Entwicklung sowohl im Gesamtmarkt als auch in der Gastronomie weiter nach unten.

Das Wichtigste

  • Das deutsche Gastgewerbe verzeichnet im August 2026 einen realen Umsatzrückgang von 1,3 % und nominal von 1,2 % gegenüber Juli 2026.
  • Im Gastronomiesegment sinkt der Umsatz im August real um 1,8 % und nominal um 1,7 % auf Monatsbasis; im Jahresvergleich real minus 5,4 %, nominal plus 2,4 %.
  • Preisanstiege kompensieren mengenmäßige Rückgänge, wodurch die Differenz zwischen nominalem und realem Umsatz im Gastgewerbe weiter zunimmt.

August-Daten und Teilsektoren im Überblick

Wie Statistisches Bundesamt mitteilte, setzt das Gastgewerbe in Deutschland im August 2026 nach vorläufigen, kalender- und saisonbereinigten Ergebnissen real 1,3 % und nominal 1,2 % weniger um als im Juli 2026. Gegenüber August 2025 sinkt der Umsatz real um 4,2 %, während er nominal um 2,7 % steigt.

Für Juli 2026 revidiert Destatis die vorläufigen Ergebnisse nach oben. Demnach steigt der Umsatz gegenüber Juni 2026 real um 1,9 % statt zunächst gemeldeter 1,5 %, nominal liegt das Plus bei 1,7 % statt 1,3 %.

Im Beherbergungssegment verzeichnen Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen im August gegenüber Juli einen Umsatzzuwachs von real 0,4 % und nominal 0,3 %. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sinkt der Umsatz dort real um 0,4 %, nominal steigt er jedoch um 4,0 %.

Besonders Gastronomie belastet Branchenbild

Die schwächere Entwicklung im August wird vor allem von der Gastronomie geprägt. Dort sinkt der Umsatz gegenüber Juli 2026 real um 1,8 % und nominal um 1,7 %.

Auch im Jahresvergleich fällt der Rückgang in der Gastronomie deutlicher aus als im Gesamtsektor. Gegenüber August 2025 liegt der Umsatz real um 5,4 % niedriger, während nominal ein Anstieg von 2,4 % verzeichnet wird.

Damit zeigt sich im Gastgewerbe weiterhin eine Differenz zwischen nominalen und realen Werten. Für die Branche bedeutet das, dass Preissteigerungen die Erlöse stützen, das tatsächliche Absatzvolumen aber unter Druck bleibt.

In unserem früheren Beitrag zur Inflationsentwicklung in Deutschland haben wir berichtet, dass die Teuerungsrate im September 2026 auf 3,3 % gestiegen ist und damit den höchsten Stand des Jahres erreicht. Als Haupttreiber galten deutlich höhere Energiepreise, während Nahrungsmittel und Dienstleistungen moderater zulegten. Diese energiegetriebene Preisentwicklung erklärt, warum nominale Werte trotz schwächerer realer Nachfrage stabiler wirken können.

Dieses Material kann Meinungen Dritter enthalten, keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung gemäß unserem Haftungsausschluss dar. Obwohl wir uns an strikte redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Verweise auf Produkte unserer Partner enthalten.