Prognose für den WTI-Rohölpreis: Ein Durchbruch über 67 USD könnte zu einer höheren Struktur führen.
Der Preis für Rohöl der Sorte WTI liegt am Freitag bei etwa 66 $ pro Barrel und testet damit die Obergrenze seiner jüngsten Erholung, wobei die Käufer sich über wichtigen technischen Niveaus halten. Dieser Anstieg erfolgt vor dem Hintergrund der laufenden Gespräche zwischen den USA und dem Iran über den Atomausstieg und in Erwartung eines OPEC+-Treffens, das die kurzfristigen Angebotsprognosen ändern könnte.
Höhepunkte
- WTI hält sich in der Nähe der 66 $-Marke und handelt oberhalb des gesamten EMA-Stapels auf der Tages-Chart.
- Der RSI um 61 signalisiert ein konstruktives Momentum ohne überkaufte Bedingungen.
- Ein Schlusskurs über $67 eröffnet den Weg in Richtung $70, während $64,5 die kurzfristige Unterstützung markiert.
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Das Tages-Chart zeigt eine bemerkenswerte Verbesserung der Trendausrichtung. Der 20-Tages-EMA bei 64,47 $ hat den 50-Tages-EMA bei 62,5 $ überstiegen, während der 100-Tages-EMA bei 61,8 $ und der 200-Tages-EMA bei 62,88 $ weiterhin unter dem aktuellen Preis notieren. Diese Konstellation deutet auf eine zinsbullische kurzfristige Struktur hin, zumal die jüngsten Rückschläge oberhalb des steigenden 20-Tage-EMA gehalten haben.

WTI-Preisdynamik (Quelle: TradingView)
Die Momentum-Indikatoren untermauern diese Einschätzung. Der RSI liegt mit 61 bequem über der neutralen 50er-Marke und tendiert weiter nach oben, ohne dass überkaufte Indikatoren auftauchen. Die Abfolge höherer Tiefststände seit dem Januar-Tief bei 55 $ bleibt intakt, was eher auf anhaltende Dip-Käufe als auf reaktive Short-Eindeckungen hindeutet.
Der unmittelbare Fokus liegt auf dem Widerstandsbereich zwischen $66 und $67, der die Erholung Ende Januar und Anfang Februar begrenzte. Ein entscheidender Tagesschlusskurs über der 67 $-Marke würde dieses Band durchbrechen und die Käufe in Richtung der 70 $-Marke, dem nächsten bedeutenden horizontalen Widerstand und einer ehemaligen Durchbruchszone aus dem letzten Sommer, wahrscheinlich beschleunigen. Oberhalb der 70 $-Marke würden sich die Aufwärtsziele in Richtung der niedrigen 70 $-Marke verschieben.
Auf der Unterseite dient die 64,50 $-Marke als erste Unterstützung und als Referenzwert für die kurzfristige Positionierung. Ein Durchbruch unter diesen Bereich würde den Bereich zwischen 62,8 $ und 62,5 $ ins Spiel bringen, in dem die 200- und 50-Tage-EMAs zusammenlaufen. Eine nachhaltige Unterschreitung dieses Bereichs würde auf einen gescheiterten Ausbruch hindeuten und das Abwärtsrisiko in Richtung 60 $ wieder eröffnen.
Geopolitik und OPEC+ halten die Volatilität hoch
Grundlegend wird Rohöl aufgrund einer Mischung aus diplomatischen und angebotsseitigen Signalen gehandelt. Die USA und der Iran haben sich darauf geeinigt, die Atomverhandlungen fortzusetzen, doch die Spannungen bleiben hoch, insbesondere im Zusammenhang mit der Anreicherung und den regionalen Militäreinrichtungen. Diese Dynamik sorgt für einen geopolitischen Aufschlag, insbesondere angesichts der sensiblen Ströme durch die Straße von Hormuz.
Gleichzeitig wird auf dem OPEC+-Treffen zunehmend über das Risiko eines Überangebots diskutiert. Jedes Signal, das auf eine höhere Fördermenge hindeutet, könnte die Aufwärtsdynamik dämpfen und die Dauerhaftigkeit des jüngsten Ausbruchsversuchs auf die Probe stellen.
Wie bereits erwähnt, hat sich WTI ohne einen eindeutigen Katalysator schwer getan, einen Anstieg über die 60-$-Marke aufrechtzuerhalten. Der Unterschied liegt nun in der stärkeren technischen Ausrichtung. Wenn sich Rohöl einen Schlusskurs von über 67 $ sichern und sich bei Rückschlägen über 64,5 $ halten kann, bleibt der Weg des geringsten Widerstands bis zur OPEC+-Entscheidung nach oben gerichtet.
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