Fed hält Zinsen stabil, während die Risiken im Nahen Osten steigen
Die US-Notenbank hat die Zinssätze unverändert gelassen und die Erklärung des Offenmarktausschusses (Federal Open Market Committee, FOMC) im Vergleich zu ihrer letzten Sitzung im Januar geringfügig aktualisiert. Die Geldpolitik wird nun jedoch von den Ereignissen im Nahen Osten bestimmt.
Höhepunkte
- Fed hält Zinssätze konstant, weist auf Risiken des Nahostkonflikts hin
- Inflationsprognose angesichts wachsender Energiesorgen nach oben korrigiert
- Globale Märkte hängen von geopolitischen Entwicklungen und der Fed-Politik ab
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Optimismus inmitten von Herausforderungen
Im Anschluss an seine zweitägige Sitzung beließ der FOMC die Zinssätze in der Spanne von 3,5 % bis 3,75 % und fügte einen Hinweis auf den Krieg im Nahen Osten hinzu, wobei er feststellte, dass dessen wirtschaftliche Auswirkungen nach wie vor "ungewiss" seien.
Analysten stellten fest, dass die Fed weiterhin relativ optimistisch ist, was den Arbeitsmarkt betrifft, und aktualisierten ihre Formulierung von "einige Anzeichen einer Stabilisierung" auf "wenig verändert". Der Fed-Vorsitzende Jerome Powell räumte jedoch ein, dass ein stagnierendes Beschäftigungswachstum auf eine potenzielle Verschlechterung der Arbeitsmarktbedingungen hindeuten könnte, die teilweise mit der Einwanderungspolitik zusammenhängt.
Die Fed wiederholte ihre Erwartung einer Zinssenkung im Jahr 2026, gefolgt von zwei weiteren Senkungen im Jahr 2027. Eine neue Projektion für 2028 deutet darauf hin, dass die Zinssätze längerfristig im Bereich von 3 % bis 3,25 % bleiben werden.
Bei der Bewertung der geopolitischen Risiken blieb Powell vorsichtig und erklärte, dass die Entwicklungen im Nahen Osten die Energiepreise in die Höhe treiben und die Inflation auf kurze Sicht erhöhen könnten.
In der Zusammenfassung der Wirtschaftsprojektionen (SEP) wurden die Inflationsprognosen nach oben korrigiert, so dass die Inflation nun bis zum Jahresende 2,7 % erreichen dürfte, gegenüber früheren Schätzungen von 2,4-2,5 %. Auch die BIP-Wachstumsprognosen wurden leicht auf 2,4 % angehoben.
Geopolitik wird zum Haupttreiber
Trotz der stabilen Geldpolitik zeigen die Aussagen der Fed eine Verlagerung hin zu externen Risiken, wobei die Geopolitik nun eine größere Rolle in den Wirtschaftsprognosen spielt.
Die Entwicklung der Inflation, der Zinssätze und des Wirtschaftswachstums in den USA könnte zunehmend davon abhängen, wie sich der Nahostkonflikt entwickelt. Eine Eskalation könnte zu einem anhaltenden Anstieg der Energiepreise führen, was die Bemühungen der Fed zur Inflationskontrolle erschweren und Zinssenkungen möglicherweise verzögern könnte. Umgekehrt könnte eine Stabilisierung den Entscheidungsträgern mehr Spielraum für eine Lockerung geben.
Globale Risiken und Auswirkungen auf die Märkte
Die Auswirkungen reichen über die USA hinaus, da höhere Energiepreise und eine erhöhte Volatilität die globale wirtschaftliche Erholung verlangsamen und den Inflationsdruck in Europa und den Schwellenländern verstärken könnten.
Für die Finanzmärkte, einschließlich der Kryptowährungen, deutet dieses Umfeld auf eine anhaltende Sensibilität gegenüber geopolitischen Entwicklungen hin. Das Gleichgewicht zwischen den Erwartungen einer geldpolitischen Lockerung und den Inflationsrisiken wird wahrscheinlich die Marktdynamik in den kommenden Monaten bestimmen.
Wie wir geschrieben haben, hebt das US-Gericht die Vorladungen gegen Fed-Chef Jerome Powell auf.
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