Deutschland meldet Rekord bei Grundsicherung im Alter

Deutschland meldet Rekord bei Grundsicherung im Alter
Rekord bei Altersgrundsicherung

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts beziehen Ende 2025 insgesamt 1,28 Millionen Menschen in Deutschland Grundsicherung im Alter oder wegen Erwerbsminderung, 1,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Darunter liegt die Zahl der Rentnerinnen und Rentner mit dieser Leistung bei 764.000 und erreicht damit einen neuen Höchststand. Die Daten verweisen zugleich auf eine unterschiedliche Entwicklung zwischen älteren Empfängern und dauerhaft Erwerbsgeminderten.

Höhepunkte

  • Die Zahl älterer Grundsicherungsempfänger steigt bis Ende 2025 um 3,4 Prozent und erreicht einen neuen Höchststand in Deutschland.
  • Die Anzahl dauerhaft arbeitsunfähiger Empfänger fällt Ende 2025 um 0,5 Prozent auf den niedrigsten Wert seit Ende 2018.
  • 109.000 ukrainische Geflüchtete beziehen Ende 2025 Grundsicherung, 9,9 Prozent mehr als 2024, und bleiben bedeutender Treiber des Gesamtanstiegs.

Anstieg bei älteren Leistungsbeziehern Ende 2025

Die Zahl älterer Menschen, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, steigt binnen eines Jahres um 3,4 Prozent. Anspruch auf Grundsicherung haben Rentner ab einer bestimmten Altersgrenze, wenn das eigene Einkommen zur Sicherung des Lebensunterhalts nicht ausreicht. Der aktuelle Höchststand unterstreicht den wachsenden finanziellen Druck bei einem Teil der älteren Bevölkerung.

Anders entwickelt sich die Zahl der dauerhaft Arbeitsunfähigen, die diese Leistung erhalten. Ende 2025 liegt sie 0,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Damit fällt dieser Wert auf den niedrigsten Stand seit Ende 2018.

Ukrainische Geflüchtete prägen den Gesamtanstieg

Unter den Empfängern von Grundsicherung erhalten Ende 2025 rund 109.000 Geflüchtete aus der Ukraine die Leistung. Das sind 9,9 Prozent mehr als Ende 2024. Nach Einschätzung des Statistischen Bundesamts hat dieser Zuwachs erneut maßgeblichen Anteil an der gesamten Entwicklung, auch wenn er schwächer ausfällt als in den Vorjahren.

Für die Sozial- und Haushaltsplanung bedeutet das weiterhin hohen Druck auf das Sicherungssystem. Zugleich zeigt die verlangsamte Wachstumsrate bei ukrainischen Geflüchteten, dass der prozentuale Zuwachs an Dynamik verliert. Wegen der hohen absoluten Zahl bleibt diese Gruppe dennoch ein wichtiger Treiber des Gesamtanstiegs.

Wir berichteten zuvor über den Reformkurs der schwarz-roten Koalition, der unter dem Druck eines großen Haushaltslochs und der Konjunkturschwäche steht. Im Fokus standen geplante Einschnitte und Umbauten bei Steuern, Arbeitsmarkt, Rente und Krankenversicherung, die innerhalb von CDU/CSU und SPD umkämpft sind und ein Reformpaket verzögern.

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