ASX-Aktien fallen nach Warnung vor höheren Technologiekosten um 13 %

ASX-Aktien fallen nach Warnung vor höheren Technologiekosten um 13 %
ASX fällt, da Technologiekosten steigen

​ASX erlitt den stärksten Kursrückgang seit 26 Jahren, nachdem das Unternehmen vor einem weiteren Anstieg der Ausgaben für Technologie-Upgrades gewarnt hatte. Für den australischen Börsenbetreiber bedeutete der Ausverkauf einen weiteren Rückschlag für das Anlegervertrauen nach Systemausfällen, dem gescheiterten Ersatz des CHESS-Abwicklungssystems und scharfer Kritik von Aufsichtsbehörden.

Höhepunkte

  • ASX-Aktien fielen um 13,2 %, der stärkste Tagesverlust seit April 2000.
  • Das Unternehmen erwartet, dass die Ausgaben 2027 um etwa 21 % steigen.
  • Die Investitionsausgaben für 2027 wurden auf 200 Millionen A$ erhöht.
  • Der Druck steht im Zusammenhang mit der Modernisierung der Technologie, regulatorischen Anforderungen und den Folgen des gescheiterten CHESS-Ersatzes.

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CHESS steht wieder im Mittelpunkt des Problems

ASX-Aktien fielen am Dienstag um 13,2 % auf 51,03 A$, was die schlechteste Tagesperformance seit April 2000 darstellte. Die Aktie war der größte Verlierer im S&P/ASX 200-Index, der den Tag mit einem Minus von 0,4 % beendete. 

Laut Reuters war der Auslöser ein überarbeiteter Kostenausblick: Das Unternehmen erwartet, dass die Gesamtausgaben im Geschäftsjahr 2027 um etwa 21 % gegenüber dem Vorjahr steigen werden, während die Investitionsausgaben auf 180 bis 200 Millionen A$ prognostiziert werden, verglichen mit der bisherigen Schätzung von 160 bis 180 Millionen A$. Für 2028 rechnet ASX mit Investitionsausgaben von 170 bis 190 Millionen A$.

ASX muss seine Technologieplattformen modernisieren, in künstliche Intelligenz, Automatisierung und interne Systeme investieren und gleichzeitig alte und neue Systeme für eine gewisse Zeit parallel betreiben.

Der Hauptgrund für die Marktreaktion bleibt der gescheiterte Versuch, CHESS zu ersetzen – das Abwicklungs- und Clearingsystem, das einen Großteil des australischen Aktienmarktes unterstützt. 2022 gab ASX ein Projekt auf, das auf einer eigenen Blockchain-ähnlichen Technologie basierte, nachdem jahrelang daran gearbeitet und Hunderte Millionen Dollar investiert worden waren. Das Scheitern verärgerte Marktteilnehmer, die Reserve Bank of Australia und die Aufsichtsbehörden.

Im April veröffentlichte die Australian Securities and Investments Commission (ASIC) ihren Abschlussbericht über ASX nach einer neunmonatigen Untersuchung, die sich auf die Unternehmensführung, technologische Fähigkeiten und das Risikomanagement der Gruppe konzentrierte. Die Aufsichtsbehörde wies auf Probleme nicht nur in den Systemen, sondern auch in der Entscheidungskultur hin.

Die Kosten des Vertrauens in die Marktinfrastruktur

Für ASX geht die aktuelle Krise über die Quartalsausgaben hinaus. Die Börse betreibt kritische Infrastruktur für den australischen Markt, sodass technologische Ausfälle und Verzögerungen direkte Auswirkungen auf Broker, Banken, Vermögensverwalter und Investoren haben.

Bereits 2026 hatte ASX ein Wachstum der Gesamtausgaben von bis zu 23 % prognostiziert, einschließlich der Kosten im Zusammenhang mit der regulatorischen Untersuchung. Auch 2027 wird mit weiterem Druck gerechnet, bedingt durch Technologieinflation, neue Produkte und regulatorische Anforderungen.

Wir berichteten außerdem über steigende Märkte, nachdem Rubio signalisiert hatte, dass ein US-Iran-Abkommen bereits am Montag zustande kommen könnte.

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