Was den jüngsten Kursrückgang der Intel-Aktie ausgelöst hat

Was den jüngsten Kursrückgang der Intel-Aktie ausgelöst hat
Intel fällt heute um 6,54 % auf 102,96 $.

Intel Corporation (INTC) wird derzeit zu 102,96 $ gehandelt, was einem Rückgang von 7,21 $ bzw. 6,54 % in dieser Sitzung entspricht. Die Aktie liegt unter dem 20-Tage-gleitenden Durchschnitt (115,05 $), bleibt jedoch deutlich über dem 50-Tage- (90,05 $) und 200-Tage- (51,70 $) gleitenden Durchschnitt, was auf kurzfristigen Verkaufsdruck hinweist, während mittelfristige und langfristige Aufwärtstrends intakt sind.

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Höhepunkte

  • Google bestellte über 3 Millionen TPUs bei Intel für das Jahr 2028, was die starke Position von Intel in der fortschrittlichen Chipfertigung unterstreicht.
  • Nvidia prüft Intels 18A-Prozess als potenziellen Foundry-Partner für zukünftige AI-Chips und unterstützt damit Intels Foundry-Strategie.
  • Intel wird derzeit unter kurzfristigem Druck gehandelt, behält jedoch einen mittleren und langfristigen Aufwärtstrend bei, mit einer prognostizierten Preisspanne von 90,12 bis 122,22 US-Dollar und einer hohen Wahrscheinlichkeit für eine Aufwärtsbewegung.

Foundry-Aufträge rücken in den Fokus, während die Kursentwicklung unter Verkaufsdruck steht

Mehrere Berichte besagen, dass Google einen Auftrag bei Intel zur Herstellung von über 3 Millionen Tensor Processing Units (TPUs) für 2028 platziert hat. Es wurde außerdem berichtet, dass Nvidia erste Tests mit Intels 18A-Fertigungsprozess begonnen hat und das Unternehmen als Backup-Foundry für zukünftige AI-Chips in Betracht zieht, obwohl noch kein Vertrag abgeschlossen wurde. Diese Entwicklungen unterstreichen Intels Position in der fortschrittlichen Halbleiterfertigung und lenken die Aufmerksamkeit auf die Foundry- und Restrukturierungsbemühungen, auch wenn die Kursentwicklung weiterhin unter breitem Verkaufsdruck steht.

Anton Kharitonov, Experte bei Traders Union, sieht trotz positiver langfristiger Indikatoren deutliche Anzeichen kurzfristiger Schwäche im Kurs von Intel. Er stellt fest, dass die Momentum-Oszillatoren widersprüchliche Signale senden, was auf erhebliche Unsicherheit hindeutet. Die jüngsten Partnerschaftsnachrichten mit Google und Nvidia konnten den starken Ausverkauf während der Sitzung nicht ausgleichen. Kharitonov zeigt sich angesichts des deutlichen Rückgangs um 6,54 % besorgt und sieht darin einen möglichen Hinweis auf tiefere strukturelle Probleme. Er warnt, dass ein Unterschreiten von 90,12 $ wahrscheinlich einen weiteren Abwärtstrend beschleunigen würde. „Aktuelle bullische Signale sind unzuverlässig, wenn starke Einbrüche das Marktvertrauen untergraben – Kapitalerhalt ist hier entscheidend.“

Viktoras Karapetjanc, Experte bei Traders Union, hebt die starke Positionierung von Intel nach den wichtigen Auftragsmeldungen von Google und einer möglichen neuen Partnerschaft mit Nvidia hervor. Er sieht die Foundry-Strategie als wegweisend und erwartet, dass diese Durchbrüche mehr institutionelle Aufmerksamkeit auf sich ziehen werden. Karapetjanc ist der Ansicht, dass der technische Rückschlag eine kurzfristige Reaktion ist, während die insgesamt bullishe Struktur vollständig intakt bleibt. Er stellt fest, dass alle wichtigen wöchentlichen Indikatoren in den kommenden Tagen auf einen starken Kauf hindeuten. „Für Anleger mit bullisher Einstellung eröffnen sich Chancen – weiteres Wachstum wird erwartet, da Intels Wettbewerbsmomentum an Fahrt gewinnt.“

Parshwa Turakhiya, Analyst, sieht die Sitzung von Intel als einen Konflikt zwischen technischer Volatilität und positiver Stimmung aufgrund der jüngsten Nachrichten. Er stellt fest, dass sich der Kurs weiterhin in einer breiten Spanne bewegt, jedoch deuten Intraday-Signale nach dem frühen Ausverkauf auf Vorsicht hin. Turakhiya erkennt starke Aufwärtssignale in den wöchentlichen Indikatoren, rät Händlern jedoch, auf einen klaren Ausbruch über 113,93 $ zu achten, bevor sie sich engagieren. „Dies ist ein stimmungsgetriebenes Setup – ich sehe kurzfristige Chancen, wenn Käufer die Unterstützung verteidigen, aber ich würde auf eine Bestätigung warten, bevor ich bullisch werde.“

Gemischte Momentum-Signale und überkaufte Anzeichen bei erhöhter Intraday-Volatilität

Momentum-Indikatoren zeigen gemischte Signale: Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) und der Average Directional Index (ADX) bleiben bullisch, während der Commodity Channel Index (CCI) negativ tendiert und der Relative Strength Index (RSI) sich im mittleren Bereich mit Kaufsignal hält. Stochastic RSI und Hull Moving Average deuten beide auf ein starkes Aufwärtspotenzial hin, während der Bull/Bear Power (BBP) eine Käuferdominanz widerspiegelt, sich jedoch in einem überkauften Zustand (1,52) befindet. Die Aktie ist heute bisher um 7,21 $ bzw. 6,54 % gefallen, nachdem sie zum Handelsstart eine Aufwärtslücke von etwa 1,68 $ verzeichnete. Der Kurs befindet sich aktuell im unteren Bereich der Tagesrange, wobei die Intraday-Volatilität bei 12,90 % liegt. Dies weist auf Druck nach der Eröffnung hin. Widersprüchliche Signale zwischen Oszillatoren und Momentum-Indikatoren mahnen zur Vorsicht, da der starke Rückgang in der Sitzung nicht vollständig mit dem zugrunde liegenden bullischen Momentum übereinstimmt.

Früher stellten Analysten fest, dass Intels kurzfristige Aussichten getrübt wurden durch Abwärtsrisiken, obwohl langfristiger Optimismus aus bedeutenden Foundry-Partnerschaften resultiert. Der heutige starke Ausverkauf in Verbindung mit gemischten Momentum-Signalen deutet darauf hin, dass, obwohl mittelfristige und langfristige Trends konstruktiv bleiben, Händler die wichtige Unterstützung bei 90,12 $ als möglichen Wendepunkt für erneute Volatilität oder Stabilisierung beobachten sollten.

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