Neuenrader Großbäckerei von Kayser Drei steht nach Insolvenz zum Verkauf

Neuenrader Großbäckerei von Kayser Drei steht nach Insolvenz zum Verkauf
Neuenrade Bäckerei vor Neustart

Am früheren Standort der insolventen Bäckereikette Kayser Drei in Neuenrade zeichnet sich eine mögliche Wiederbelebung der Produktion ab. Für die seit Monaten leerstehende Großbäckerei könnte noch in dieser Woche ein Käufer aus der Lebensmittelbranche den Vertrag unterzeichnen.

Höhepunkte

  • Die Produktionsimmobilie der insolventen Bäckerei Kayser in Neuenrade steht für 550.000 Euro zum Verkauf, rund 1.500 Quadratmeter Nutzfläche umfassend.
  • Ein bekannter deutscher Investor aus der Lebensmittelbranche könnte laut Makler Harun Cici diese Woche den Kaufvertrag unterschreiben, wodurch der Standort kurzfristig reaktiviert werden könnte.
  • Neben deutschen Interessenten zeigen auch türkische Investoren Interesse, während der aktuelle Angebotspreis deutlich unter vergleichbaren Neubaukosten von etwa fünf Millionen Euro liegt.

Möglicher Verkauf der Produktionsimmobilie

Wie BILD berichtet, sagt Makler Harun Cici, es gebe zahlreiche Interessenten für das Objekt, und ein Investor solle noch in dieser Woche den Kaufvertrag unterschreiben.

Den Namen des möglichen Käufers nennt Cici nicht, beschreibt ihn aber als bekannten deutschen Investor aus der Lebensmittelbranche. Nach seiner Darstellung könnte ein neues Unternehmen die Backstube praktisch sofort wieder in Betrieb nehmen, sodass an dem Standort binnen weniger Wochen erneut Arbeitsplätze entstehen könnten.

Die Immobilie wird für 550.000 Euro angeboten. Dafür erhält ein Käufer laut den Angaben ein Gewerbeobjekt mit rund 1.500 Quadratmetern Nutzfläche, Produktions- und Lagerbereichen, Büros, mehreren Kühlräumen, Laderampen sowie einer angeschlossenen Wohnung; das Grundstück umfasst demnach knapp 4.800 Quadratmeter.

Standortperspektive nach dem Scheitern der Sanierung

Cici bezeichnet das Angebot als besonders attraktiv und verweist auf das Verhältnis von Preis und Wiederherstellungskosten. Nach seiner Einschätzung würde ein vergleichbarer Neubau etwa fünf Millionen Euro kosten, während das bestehende Objekt deutlich günstiger zu haben ist; zudem hätten sich auch Investoren aus der Türkei gemeldet.

Die Zukunft des Standorts war zuletzt offen, nachdem die traditionsreiche Bäckerei Kayser nach wirtschaftlichen Problemen und einer Insolvenz zunächst übernommen worden war. Die neuen Eigentümer wollten das Unternehmen neu aufstellen und ausbauen, doch diese Pläne scheiterten.

In der Folge schloss die Bäckerei alle Filialen und meldete innerhalb von zwei Jahren zum zweiten Mal Insolvenz an. Rund 120 Beschäftigte verloren ihre Arbeitsplätze, nachdem sich nach Angaben des Sprechers des Insolvenzverwalters trotz intensiver Suche kein Investor für die Übernahme des laufenden Geschäftsbetriebs fand.

In unserem früheren Artikel zur BMW-Gewinnwarnung für 2026 haben wir berichtet, dass der Konzern seine Prognose spürbar nach unten korrigiert und zusätzliche Struktur- und Effizienzmaßnahmen angekündigt hat. Dabei stand auch im Fokus, dass der erwartete Rückgang bei Auslieferungen und Ergebnis die Sorge vor einem spürbaren Stellenabbau verstärkt. Insgesamt zeigte der Beitrag, wie strategische Einschnitte in angespannten Märkten direkte Folgen für Beschäftigung und Standortentscheidungen haben können.

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